CENTRAL

Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz), Kaiserslauterner Str. 29

eröffnet: 27.05.1950
geschlossen: 1984
Sitzplätze: 446 (1952) - 397 (1962/1984)
Architekt:
Betreiber:
Julius & Katharina Kühn
Katharina Kühn
Georg und Irma Baginski
Volker Beck
1950-1928
1929-1962
1962-1972
1972-1984
Kinoname: Union  

neuer Kinoname: Central  
                                  

Bereits im Jahr 1912 wurde in Bad Dürkheim ein Kinotheater von Julius und Katharina Kühn gegründet. Katharina stammte aus der Pfalz, ihe Mann, der 1928 verstarb, war Hamburger. Wie viele Unternehmer dieser Zeit kamen sie über die Schaustellertätigkeit (Marinettentheater) zum Kino.Der erste Kino-Saal befand sich im Gebäude der späteren „Autoklause“ in der Kaiserslauterer Straße 38. Zu Stummfilmzeiten sagte Vater Julius die Filme an, Frau Katharine sass an der Kasse und Sohn Willy spielte Klavier, von seinem Freund Paul Birk auf der Geige begleitet.
In dem 2017 aufwändig renovierten Gebäude (heute: Kaiserslauterer Straße 6-8) befindet sich jetzt eine Facharztpraxis.
Im Jahr 1950 wurde das Kino von Frau Kühn in einem Saal am hinteren Gebäude der Winzergenossenschaft „Vier Jahreszeiten“ eingerichtet und am 27. Mai 1950 wurde das „Union-Theater“ in der Kaiserslauterer Straße 29 eröffnet.
Im Jahre 1962  übergab Frau Kühn im Alter von 83 Jahren das Kino an die Familie Baginski, die auch die konkurrierenden Kur-Lichtspiele" betrieben. Aus dem Union-Theater wurde das neu gestaltete Central-Theater und mit 397 Sitzplätzen. Beim begleiteten Umbau wurde die Tür des alten Kinos herausgenommen und zurückgesetzt. Der Eingangsbereich wurde ausserdem mit gelben, schwarz verfugten Klinkersteinen versehen. Neue Tapeten und ein vergrößerter Kassenbereich lockten den Besucher ins Foyer. Im Theater selbst wurde ein neuer Kunststoffbelad auf dem Fußboden ausgebracht und neu bestuhlt. Die Wände wurden mit buntem Acella bezogen und neue Lampen montiert.
Am 1.5.1972 wurde das Kino von Georg und Irma Baginski Herrn Volker Beck übergeben.
Anfang 1984 wurde das Kino geschlossen, 1986 der Kino-Saal zugunsten eines Erweiterungbaus der Winzergenossenschft abgerissen.
Heute befindet sich an der Stelle des Kinoeingangs und Foyers in der Kaiserslauterer Straße 1 das „Dürkheimer Haus“.


Eingang 1967
Vielen Dank an Dieter Baginski für die Bilder und Informationen sowie an Christof Kröger für die Übermittelung


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