Das "Capitol" war
wohl das Nachfolgekino für die "Honneffer Lichtspiele" in der gleichen Straße.
Eröffnungsfilm war der Reichsparteitagfilm "Triumph des Willens", immerhin
gefolgt vom politisch unverdächtigen Piel-Film "Artisten". Rechts vom Eingang
befand sich die Kasse, zu beiden Seiten gelangte man an einer Rundwand vorbei
zum Vorführraum. Den Saal beschrieb die Lokalpresse wie folgt: "Unten ein Sockel
aus gebeizter Eichenvertäfelung, die Wände rot bespannt und die Decke leuchtet
hell". Ein großer runder Schacht verschluckte die verbrauchte Luft und warf
gleichzeitig in den Pausen magisches Licht in den Raum hinab. Die Leinwand war
mit Holzvertäfelung umrahmt.
Die gleichbleibende Sitzplatzzahl lässt
vermuten, das das Kino sich bei seiner Schließung noch im Vorkriegszustand
befand. 1963 wurde das "Capitol" zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Hier ein Zeitungsartikel. Heute kann man an der Front keine ehemalige Kinonutzung erkennen.
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