BABYLON

Berlin , Rosa-Luxenburg-Str. 30

eröffnet: 11.4.1929
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 1299 (1929) - 428 (1993) - 385/68/37 (2007)
Architekt: Hans Poelzig
Betreiber: Alfred Lampl                                      1929

Johannes Betzel                                  1940

VEB Berliner Filmtheater                    1948-1989

Verein Berliner Filmkunst Babylon      1990-2005

Neue Babylon Berlin                           ab 2005

Das "Babylon" wurde zwischen 1927 und 1929 von Hans Poelzig im Rahmen eines Sanierungsprogramms für das Scheunenviertel entworfen . Poelzig war Mitbegründer und später Direktor des Werkbundes und wurde durch expressionistische Zweckbauten nach dem ersten Weltkrieg bekannt . Eröffnungsfilm war "Fräulein Else ". Noch im selben Jahr hält der Tonfilm Einzug . Neben Filmvorführungen wurde hier auch Theater gespielt und kulturelle Veranstaltungen der jüdischen Gemeinde durchgeführt .

Während des Krieges war es auch Zufluchtsort für Regimegegner . Nach Kriegsende wurde es kurze Zeit vun den Sowjets genutzt , 1948 eröffnete es wieder als Premierenkino . Nach dem Bau des "Kosmos" verlor es an Bedeutung .

1981 erlebte es eine neue Blüte als "Camera" - dem einzigen Ostberliner Programmkino . Seitdem laufen hier Themenreihen und seltene Filmausgrabungen .

Nach der Wende übernahm der Verein "Berliner Filmkunsthaus Babylon" die Leitung des Kinos . Der Saal musste allerdings 1994 wegen Baumängeln (ein Deckenbalken stürtzte in den Zuschauerraum...) geschlossen werden . Fortan wurde das Foyer als Kino genutzt . Erst 2000 wurde das Gebäude grundlegend saniert und der grosse Saal wiedereröffnet sowie ein kleines Studiokino hinzu addiert, dem 2007 ein noch kleineres mit 37 Plätzen folgte.

Für den Betreiberverein kam 2005 nach Querelen mit dem Berliner Senat das Aus .

 
 

Ein Bild aus den 50ern finden Sie hier

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