KROKODIL

Berlin - Prenzlauer Berg , Greifenhagener Str. 32

eröffnet: 1912
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 321 (1918) - 240 (1920) - 250 (1930) - 225 (1948) - 117 (1997)
Architekt:  
Betreiber: David Heimann                                              1918                                 Kinoname: Kino-Theater

Artur Schulz                                                   1920                                 neuer Kinoname: Nord-Kino

Ida Richter                                                     mind.1922-mind.1924

Gerd Briese                                                   1930

Karl Matthes                                                 1940

Alfred Voll                                                     1948

geschlossen                                                    ca.1962-1992

Yorck FTB                                                    1993-1998

Blow Up FTB                                                1998-2001

geschlossen                                                    2002-2003

Gabriel Hageni                                               seit 2004                            neuer Kinoname: Krokodil

Das klassische Ladenkino, damals mit einem Kassenhäuschen direkt neben dem Eingang und einem langen schlauchartigen Saal der sich bis zum Eingang hinzog, wurde 1912 im Erdgeschoß des Wohnhauses eingebaut und bis ca. 1963 betrieben. Erst 1993 wurde das Kino von der Yorck Gruppe unter dem Namen 'Nord' wieder zum Leben erweckt. In diesem Zuge wurde zugunsten eines größeren Foyers der Saal um ca. 4m verkleinert und ein Tresen zum Kartenverkauf eingebaut. Das Kino hatte aber nicht, wie viele der anderen Häuser der Yorck Gruppe, sein eigenes Profil gefunden und ein kurzeitiger Versuch Filme in der englischen Originalfassung zu zeigen wurde schnell wieder eingestellt. Ende 1998 übernahmen die damaligen Betreiber des Blow Up das 'Nord', konnten es aber auch nur bis zum 31. Januar 2001 halten. Mitte 2004 fand dann das 'Kino Krokodil' in dem historischen Kino sein zu Hause.

Das 'Kino Krokodil' hat tatsächlich noch eine Programmlücke in Berlin aufgetan und sich auf die Vorführung russischer und anderer osteuropäischer Filme spezialisiert. Damit erfreut der Betreiber Gabriel Hageni auf jeden Fall in Berlin lebende Russen, Russland-Interessierte und Slawistik-Studenten. Die Zielgruppe darf sich besonders darüber freuen, dass sämtliche Filme in Originalfassung mit Untertiteln gezeigt werden.

Quelle: Berliner Kinokompendium

Saal 1997
   

Vielen Dank an Knut Steenwerth für das Bild

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