MASCOTTE

Berlin - Charlottenburg, Stuttgarter Platz 10

eröffnet: Dezember 1955
geschlossen: 1972
Sitzplätze: 384 (1956/1959) - 406 (1960/1962) - 450 (1965/1967)
Architekt: G. H. Schmidt
Betreiber:
Egon Herzog
Kurt Schwarz
1955-mind.1962
mind.1965-mind.1967
                                                           


Am belebten Busbahnhof des Stuttgarter Platzes eröffnete Egon Herzog Ende 1955 das 400-Platz - Theater "Mascotte". Nach einem Entwurf und unter künstlerischer Oberleitung von Architekt G. H. Schmidt entstand in vier Monaten das bis zum Abriss 1972 bestehende Kinogebäude, von dem Sie hier (Bild 5) eine Außenansicht sehen können.
Die offene Kassenhalle, deren Wände mit schwarzen Keramikfliesen gekachelt waren, lud mit Ihren Plakaten schon von Weitem zum Kinobesuch ein. Die Rabitzdecke zierte als Deckenbeleuchtung ein gelbes Neon - Kleeblatt. Im kleinen Foyer kontrastierten die in Gelb und Rosé gehaltenen Wände mit dem in Chinablau gehaltenen Linoleum und der grauen Decke.
Die erikafarbene Decke des Saales, die mit maisfarbenen Acella bespannten Wände  und die im gleichen Farbton gehaltenen Holzpaneelen passten ebenso zu dem in graublauen mit Gelb durchwirkten Muster gehaltenen Vorhang  wie die rotblaue Bestuhlung. Die höchstzulässige Fußbodensteigung garantierte gute Sicht von allen Plätzen.
Der Vorführraum war mit zwei Askania-Projektoren und Bauer Dia-Projektoren bestückt.  
B5601

Das “Mascotte” war das einzige Kino in Berlin mit einer Nachtvorstellung von Montag bis Donnerstag. Entgegen dem Trend der Zeit stieg die Anzahl der Sitzplätze im Laufe der Jahre...

Quelle u.a:  Kinogeschichten von Hans Helmut Prinzler

     
Foyer und Saal 1955 (Bildquelle: Filmblätter 1/1956)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 01.05.2019