SCHILLER - LICHTSPIELE

Berlin - Wedding, Müllerstr. 36

eröffnet: Oktober 1912
geschlossen: 31.08.1981
Sitzplätze: 450 (1932) - 596 (1940) - 641 (1958) - 639 (1980)
Architekt: Bruno Meltendorf (Wiederaufbau 1951)
Betreiber: Max Steidel                                                                                                       1912
Stöckel & Klähn                                                                                                1914-1917
Leo Czutka                                                                                                        1918
Julius Jasersky                                                                                                    1922/1923
geschlossen                                                                                                        1923/1924
Werner & Ohlläufer                                                                                           1924
Helene Werner                                                                                                  1925
Spektator-LS GmbH                                                                                         1926-1933
Kurt Glück                                                                                                        1934
LTB  Plettner & Pollack                                                                                     mind.1936-ca.1944
Schiller Kino-Betriebsgesellschaft (Erich Pollack, Hans Plettner & Max Knapp) 1951-1954
Kinobetriebshesellschaft "Norden" Knapp & Co.                                               1955-1981

Schon ab 1912 existierte hier ein Ladenkino, welches 1927 durch einen verbreiterten Anbau an den Zuschauerraum vergrößert wurde.

Nach starken Schäden im zweiten Weltkrieg wurde das Filmtheater 1951 unter der Leitung von Architekt Brono Meltendorf wiederaufgebaut.

Über der einen Eingangstür stand schräg derSchriftzug "Schiller-Lichtspiele", über der anderen befand sich eine Reklametafel. Zwischen und neben den Eingangstüren befanden sich Schaukästen für zusätzliche Webung. An der Kasse im Eingangdbereich vorbei gelangte der Besucher zur Linken in ein Foyer, geradeaus führte der Weg entlang einer Garderobe in den Zuschauersaal. Altgold getönter, in flachen Wellen gespannter Velours zierte die Wände und bewirkte gleichzeitig eine akustisch günstige Dämmung. Die abgerundeten Ecken und die rautenförmig gesteppte Wandbespannung spiegelten ganz den Stil der 50er-Jahre. Nach unten wurden die Wände durch ein Edelholzpaneel aus Liwa-Platten abgeschlossen, deren neuartiger Kunststoffüberzug lange haltbar war. Die weiß gehaltene und mit sparsamen Stuck versehene Saaldecke ging in den schön geformten Bühnenrahmen über.Der Bildwerferraum befand sich unter der Decke in einem Halbgeschoß, das mit seinem konkaven Schwung entscheident das elegant-moderne Ambiente mitbestimmte. N5137

1955 wurde das Kino nochmals modernisiert.

   
Kasse und SaalSaal 1951 (Bildquelle: Filmblätter 42/1951, Fischer)

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