SIESTA

Berlin - Spandau, Jungfernheideweg 2

eröffnet: 1954
geschlossen: 1963
Sitzplätze: 6842 (1958)
Architekt: Werner Weber
Betreiber: W. Barthel & Co                                                               1954-1960
Lichtspielbetriebe Siemensstadt, Bevollm: Otto Nikolaizik   1961-1963

Auf dem Weg von Charlottenburg nach Spandau entstand unter der architektonischen Leitung von Proffesor Werner Weber das nach modernsten Gesichtspunkten konzipierte Filmtheater. Unter der Bevölkerung von Siemensstadt wurde eine Umfrage über den zu wählenden Namen durchgeführt. Die Mehrheit entschloß sich unter Anlehnung an den Namen des Viertels für "Siesta".

Seine charakteristische Note erhielt der breit ausladende, eingeschossige Bau durch die schwarze Detopak-Verkleidung der Säulenreihe. Die Farben spielten in diesem Theater überhaupt eine große Rolle. Ein in Blau gehaltener Kassenraum empfing den Besucher, während das anschließende Foyer durch ein kräftiges Gelb mit schwarzen Kontrasten überraschte. Floorbest-Fußbelege gaben die Möglichkeit, den Fußboden abwechslungsreich zu gestalten. Das Gelb des Foyers leitete in ein sattes Grün des Zuschauerraums über. Die Wände waren mit Acella bespannt, zu dessen Grün der über die ganze Stirnseite in reichen Falten fallende Hauptvorhang in Goldton einen reizvollen Kontrast bildete, der sich in der sehr bequemen - ebenfalls mit Acella bespannten - Bestuhlung wiederholte.

    Siesta 1954 

    (Bildquelle: Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums    Spandau)

                                                   Siesta 1954

                             (Bildquelle: Filmblätter )

              

             Siesta 1954

             (Bildquelle: Filmblätter )

                        Das Gebäude 2008 - nach Unbauten kaum mehr als das ehemalige "Siesta" zu erkennen...

                  (Bildquelle: Joachim Kelsch)

          Zustand 2008

          (Bildquelle: Joachim Kelsch)

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