TON-ECK

Berlin, Hankestr. 1 (heute Rosa-Luxenburg-Str. 51)

eröffnet: September 1926
geschlossen: 1943
Sitzplätze: 604 (1927) - 469 (1940) - 472 (1942)
Architekt: Lischke
Betreiber:
Rudolf Lorenz
Dresdner & Frenkel
Elite-Kino-Gesellschaft mbH, Gf: Faust
Attila Sajo
Hans Sobansky
1926-1929
1930-1931
1932
1933-1937
1938-1943
Kinoname: Filmpalast Schönhauser Tor
neuer Kinoname 1930: Hanke-LS, 1931 Gloria-Filmpalast
neuer Kinoname: Ton-Eck


Rudolf Lorenz - in der Berliner Kinobranche kein Unbekannter - entschloß sich 1926, ein kleines Warenhaus in strategisch günstiger Lage am U-Bahnhof Schönhauser Tor (heute: Rosa-Luxenburg-Platz) in ein Kino umzuwandeln. Er gab dem laut Fachprese "schmucken, intimen Haus" mit aber immerhin 600 Sitzplätzen den Namen "Filmpalast Schönhauser Tor". Der Saal war in ruhigem Rot gehalten und mit ornamentaler Malerei an Stelle der ehemaligen Ladenräume geschmückt. Der Bau war aüßerlich aus rotem Sandstein in schlichter Einfachkeit. Am Eröffnungstag strömte das zahlende Publikum zahlreich in dien kleinen Kassenraum, um den Film "Der Kindesretter" - untermalt durch ein sechsköpfiges Orchester - zu sehen. Lorenz bezeichnete sein aus Eigenmitteln finanziertes Kino als "Filmpalast en miniatur". Nach drei Jahren übernahm ein neuer Betreiber das Haus, das anschließend nach mehreren Umbenennungen als "Ton-Eck"  bis zu seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg weiterspielte. L26220

Die Hankestraße ist seit 1969 ein Teil der Rosa-Luxemburg-Straße. Sie ist der Teil der Straße zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Torstraße.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 09.09.2018