LICHTBURG

Bocholt (Nordrhein-Westfalen), Kaiser-Wilhelm-Str. 2

eröffnet: 1953
geschlossen: 28.10.1998
Sitzplätze: 1050 (1953) - 956 (1978) - 375/115/95/95 (200330/110/105/105/240/180 (1996)
Architekt:
Betreiber: Josef Bresser, Borken &. Heinz Nienhaus, Bocholt               1953-1979
Rolf Bresser                                                                         1980-1998

Die Anfang 1953 eröffnete "Lichtburg" war fast vollständig aus Klinker erstellt. Das Großkino bot 1050 Besuchern Platz, darunter 200 auf dem Balkon. Als Wandbespannung wurde resadagrüner Stoff verwendet, der in einem etwa 2 Meter hohem Sockel aus Edelholz endete. Die große Bühne war mit einem Paradevorhang ausgestattet. Die technische Austattung bestand aus zwei Ernemann-VII-B-Maschinen, Klangfilm-Gestellverstärker ML mit Fernsteuerung und Frako-Trockengleichrichter. E5308

In Lichtburg fällt der letzte Vorhang. An der großen Tafel über dem Eingang prangen seit einigen Tagen nicht mehr die Titel der gerade aktuellen Filme. "Die Lichtburg-Ära geht dem Ende zu" steht statt dessen in schwarzen Plastikbuchstaben über den Türen zu lesen. Das alte Kino wird in wenigen Wochen abgerissen, die Mitarbeiter bereiten sich auf den Umzug vor. Viel werden sie allerdings aus der Lichtburg nicht mitnehmen. "Nur den Süßigkeiten- und Getränkebestand", sagt Ulrich Höing, Bauleiter im neuen Multiplex-Kino. (...) Am 28. Oktober wird sich in der Lichtburg zum letzten Mal der Vorhang senken. Nach der letzten Vorstellung werden die Angestellten das Licht löschen, die übrigen Süßigkeiten einpacken und die Tür abschließen. Für eine Abschiedsfeier, so Höing, sei "keine Zeit". Denn am nächsten Abend geht es nahtlos an der Meckenemstraße weiter. Dann allerdings mit 30 Mitarbeitern mehr. Um die 60 Angestellte sind dann im Bocholter Kino beschäftigt.
Quelle IVZ 06-10-98


Saal 59er-Jahre (Quelle: Kinowiki)

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