APOLLO

Bonn (Nordrhein-Westfalen), Karl-Marx-Str. 11

eröffnet: 10.02.1949
geschlossen: zwischen 1967 und 1970
Sitzplätze: 503 (1950/1962)
Architekt: Karl Tenten
Betreiber: Adolf Pick, Köln-Nippes                              1948-1949
Adolf Pick und Fritz Elbrecht, Köln-Nippes   1950-1952
Ciaire Pick u. Fritz Elbrecht, Köln-Nippes     1953-1955
Ciaire u. Toni Pick                                        1956-1957
Mathias Becker                                             1958-ca.1965
Ferdinand La Roche                                      ca.1965-mind.1967

Das Kino wurde 1948 in einem schon bestehenden Saalbau eingerichtet. Inhaber Mathias Becker verpachtete das Kino zunächst, um es später zwischenzeitlich dann auch selbst zu führen. Architekt Karl Tenten war auch für den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten "Gangolf-Lichtspiele" verantwortlich. Hier baute er einen alten Tanzsaal von 20 Metern Lände und 14 Metern Breite um. Der Plan lag schon drei Jahre in der Schublade des Kölner Kinobetreibers Adolf Pick, bis die wirtschaftliche Strukturwandlung der Währungsreform die Verwirklichung der Pläne erlaubte.
Die seitlichen Tragpfeiler des Gebäudes mussten herausgenommen werde. An Ihrer Stelle wurden Gitterträger in die Decke eingezogen. Ein- uns Ausgang waren getrennt ausgelegt, so das die Pause zwischen den Vorstellungen kurz gehalten werden konnte. Eine Garderobe-Ablage war im Foyer integriert. Der Zuschauerraum war in hellen Farbtönen gehalten, auch die radial angeordnete Bestuhlung mit Lückensitz war Hellgelb. Die Seitenwände waren unterhalb einer Höhe von 1,50 m mit etwas dunklerem Holz, oberhalb der Seidentecco-Tapeten bedeckt. Imprägnierte Kunstfaserplatten bildeten den Belag des Bodens, der eine Steigung von 3,5 cm auf einen Meter aufwies. Acht Stableuchter erhellten den Raum ausreichend. Im Vorführraum stand zunächst eine AEG-Triumphator-Maschinen, die später von zwei Ernemann 10-Maschinen abgelöst werden sollte.
Zur Eröffnung spielte ein Streichquintett zwei Kompositionen des in Bonn beerdigten Komponisten Robert Schuhmann, bevor der Film "Clara Schuhmanns große Liebe" auf der Leinwand als deutsche Uraufführung gezeigt wurde.  W4915 N4908
1954 erhielt das Kino ein neues Gewand.. Den Zuschauerraum stattete Architekt Tenten mit einem prachtvollen Bühnenvorhang, farblich passenden Wandverkleidungen und geschmackvollen Fischer-Leuchten aus.
N5479


Saal 1949 (Bildquelle: Der Neue Film 8/49)

zurück zur Bonn-Liste

zurück zur Liste Nordrhein-Westfalen

zurück zur Startseite

Impressum und Datenschutzerklärung

Datum der Erstellung/letztes Update: 22.12.2019