BURG - LICHTSPIELE

Braunschweig (Niedersachsen), Papenstieg 9

eröffnet: Januar 1949
geschlossen: 1961
Sitzplätze: 446 (1949) - 448 (1961)
Architekt: Kerlé, Braunschweig
Betreiber:
Burg-Lichtspiele GmbH, Gf: Heinz-Ludwig Probst
Friedrich Flamm
Heinrich Seinke
Günter Rumpel-Delmonte KG
1949-1951
1952-1955
1956-ca.1958
ca.1959-1961



Das Filmtheater erwuchs 1948 aus den Ruinen der Druckerei des Vieweg-Verlags im Zentrum Braunschweigs. Die Pläne stammten vom Braunschweiger Architekten Karlé, die Bauausführung lag in den Händen von Wilhelm Bartels.
Während die Straßenfront des Gebäudes im klassizistischen Stil des Baumeisters David Gilli erhalten blieb, empfingen den Besucher im Inneren moderne Räume. Zunächst betrat man ein Vestibül mit baldachinartigen Decken und verglastem Windfang, sodann ein helles Treppenhaus mit eigenwilliger Beleuchtung und dem Monumentalgemälde "Die Schmiede" - ein Werk des Braunschweiger Kunstmalers Probst. Parkett und Rang hatten 446 Sitzplätze. Der Saal war beherrscht von einem antiken Fries und geschwungenen Neonlampen. Den Abschluss bildete ein grüner Bühnenvorhang mit goldenem Rahmen. Besonderen Wert wurde auf gute Akustik gelegt, da der Raum auch als Konzertsaal fungieren sollte. Nach dem Krieg herrschte diesbezüglich in Braunschweig großer Mangel. Das Akustikkonzept wurde von Prof. Eisenberg von der hiesigen Technischen Hochschule entworfen. Er entschied sich für eine geschwungene Sperrholzdecke. Die Vorführkabine lag über dem Rang. Eröffnungsfilm war der Helmut Käutner-Film "Romanze in Moll".
Am 30. März 1961 wurde das Konkursverfahren eröffnet – das Theater wurde geschlossen. Nach langem Leerstand wurden die Räumlichkeiten umgebaut und dem Landesmuseum Braunschweig zugeordnet.


Vestibül 1949 (Bildquelle: Die Neue Filmwoche 11/1949)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 19.11.2019