Bruckmühl
(Bayern), Müller-zu-Bruck-Str.
3
eröffnet: |
1914 (Lichtspiele) - 4.12.1936
(Filmtheater) - 1957 (Casino) |
geschlossen: |
1969 (Casino)
|
Sitzplätze: |
280 (1938) - 339 (1956) - 315/276
(1958/1961) |
Architekt: |
|
Betreiber: |
Matthias Sepp
mind.1924
-1935 Kinoname: Lichtspiele
Veronika Braun, geb. Müller-Strasser
1936-1957
neuer Kinoname: Filmtheater, neuer
Kinoname ab 1956: Capitol
Hanns Sellmaier, München
1958-1969
|
"...technische Fortschritt ermöglichte dann auch die
Eröffnung des ersten Lichtspieltheaters in Bruckmühl, und zwar im Gebäude des
alten Krämerhäusls, das vorher bereits in eine Trockenhalle für die
Parkettbodenfabrik und von Eduard Reichel in ein landwirtschaftliches Lagerhaus
umgewandelt worden war. Der Betrieb wurde 1936 von Frau Müller-Strasser gekauft
und vergrößert. Der Saal besaß durch eine Kombination von Holz mit verschiedenen
Kunstplatten-Materialen eine ausgezeichnete, frequenzgetreue Akustik.
Eröffnungsfilm des neuen Filmtheaters war "Schlußakkord". Gespielt wurde damals
an drei Tagen in der Woche. L36290
Die Beliebtheit der
Kinematographenvorführungen wurde durch die neue Qualität des Farb- und Tonfilms
nochmal gesteigert. Zudem bekam das Kino eine bis heute wichtige Funktion: den
Alltag mit seinen sozialen Problemen zu vergessen. Die Filme wurden zwischen
1933 und 39 denn auch zunehmend als Fluchtträume aus der krisengeschüttelten
Welt produziert. Aber die Wirklichkeit holte die Traumwelten erbarmungslos
ein..."
und weiter nach dem Kapitel über den zweiten
Weltkrieg:
"...Die Arbeitsmöglichkeiten waren schlecht, da durch die
mangelnde Versorgung mit Rohstoffen nicht einaml die funktionsfähigen Fabriken
arbeiten konnten. Die Not betraf alle wirtschaftlichen Bereiche. Es war in jeder
Hinsicht ein Beginn bei Null. Und doch lechzte man förmlich nach dem Kino und
dem damit verbundenen Zusammensein. In den zunächst nur den Amerikanern
vorbehaltenen Räumen wurde es nach der Freigabe an die Bevölkerung rasch zu eng:
Gemeindeprotokoll vom 13.3.1947: "Ferner
ist dem hiesigen Kino davon
Kenntnis zu geben, dass das Aufstellen von Notsitzen bzw. Stühlen unter allen
Umständen zu unterbleiben hat, damit die Kinobesucher im Katastrophenfall
sämtliche Ausgänge ungehindert erreichen können." In den 50er Jahren kamen noch
zwei Kinos dazu."
Quelle u.a:"Geschichtliches Bruckmühl - Eine
Bilderchronik über die Entstehung des Marktes Bruckmühl" (...kostenlos in
Rathaus & Galerie erhältlich...), Christine Wippermann (ehemalige Leiterin
der Galerie Bruckmühl)
Der 1956 entstandene und nur wenige
Jahre in Betrieb befindliche "Casino"-Anbau steht heute nicht mehr. Die Firma
Salus hat sich dort nach der Schließung des Kinos ein paar Büroräume geleistet.
Von dem “Capitol / Casino” ist wie man auf den Bildern sehen kann, fast
nichts mehr im ursprünglichen Zustand. Der Porzellanladen befindet sich
allerdings im benachbarten Gebäude... Bis Mitte der 2000er-Jahre befand sich in
dem Gebäude ein Modegeschäft (Bönisch), die es auch das erste mal aufgestockt
hatten. Im Hintergrund der Bilder ist das neue Bürogebäude und die neue Kantine
der Firma Salus im Ansatz zu erkennen. Dieses Gebäude befindet sich auf dem
hinteren Teil/ Saal des ehemaligen Casino.
Entgegen der bisherigen
Vermutungen auf dieser Seite spielte zumindest das "Casino" bis 1969, wie einer
Nachricht im "Filmecho" zu entnehmen ist. E6892

Ansichten Ende 50er-Jahre

Bild von 2014
Vielen Dank an Lars Pape
für die Bilder und Informationen
Vielen Dank auch an Werner Hörl für weitere Informationen
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