HELIA

Darmstadt (Hessen), Wilhelminenstr. 9

eröffnet: 1927 - 1951 (Wiederaufbau)
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 758 (1940) - 761 (1958) - 358+256+155+60+95+73 (1980) - 160+162+73+50+104+80+101 (2006) -  194/173/88/50/74/86/80 (2018)
Architekt: Paul Bode, Kassel (Wiederaufbau 1951)
Betreiber: Hessische Lichtspieltheater AG (Dir:E. Berger)             1930
Palast FT, Rolf Theile                                                   seit 1931

Das 1927 eröffnete Großkino wurde im zweiten Weltkrieg zerstört.

Wie alle Theater des Kasseler Architekten Bode zeichnete sich auch das neue “Helia” 1951 durch die Eigenart der Linienführung aus. Die Empore (mit 249 Sitzplätzen) war frei aufgehängt, was den leichten und duftigen Eindruck unterstrich. Er erreichte damit, dass der Raum heller, grösser und weiter erschien - eine Illusion, die durch die Farbgebung (lila und goldgelb) der Hochpolsterwand und des Bühnenvorhangs noch unterstützt wurde. Der Balkon, dessen Seitenränge nach unten gezogen waren, fasste 240 Besucher. Im Vorführraum standen zwei Bauer B-8 Projektoren mit Klangfilmverstärkern.

Eröffnungsfilm war das "Haus in Montevideo".  N5160  W5152

Das “Helia”- Kino bestand nach dem 2. Weltkrieg nur noch als einstöckiges Gebäude und wurde in dieser Form noch bis 1973 als Einzelhaus betrieben. Danach erfolgte der Totalabriss. An selber Stelle wurde ein modernes Geschäftsgebäude errichtet, das über eine große Passage verfügt. Im Gebäude befinden sich viele Büros und Arztpraxen (u.a. auch die Hauptverwaltung des Theile Konzerns). In der Passage befinden sich Geschäfte, Cafés und anfänglich gab es auch eine Disco. Das Ganze wurde anfänglich auch als “Helia” Kommunikationszentrum bezeichnet. Im Gebäude wurden drei Kinosäle integriert - zwei größere und ein Kleineres Kino (heute Helia 1-3).

Durch weitere Umbauten (Helia 4-7) in den nächsten Jahren wurde der Komplex erweitert bzw. verschachtelt. Selbst Büros der Theile Verwaltung wurden zu Kinoschachteln umfunktioniert. Außerdem wurde Ende der 70er-Jahre ein Durchbruch zur Grafenstraße geschaffen, so dass man durch die “Helia” - Passage in das dahinter liegende Rex/Roxy Kino gelangen kann.

1988 wurde zu guter Letzt die Disco in der Passage noch zum Kinosaal "Festival" umfunktioniert. In dieser Form besteht der “Helia”- Komplex auch heute noch.

     
Bilder von 2005 -
Vielen Dank an Thorsten Harwardt für die Informationen
         
Saal und Foyer 1951 (Bildquelle links: Der Neue Film 60/1951 , Mitte und rechts: Der Neue Film 65/1951)


Saal 1951 (Bildquelle: Filmwoche 52/1951)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 17.12.2018