Dorsten (Nordrhein-Westfalen), Lippestr. 14
| eröffnet: |
01.07.1950 |
| geschlossen: |
1965 |
| Sitzplätze: |
717 (1952/1965) |
| Architekt: |
Hanns Rüttgers, Düsseldorf & Gröne, Dorsten |
| Betreiber: |
Elisabeth Steving 1950-1965
|
In der während des
Krieges schwer zerstörten Stadt Dorsten entstand 1950 mit dem Filmtheater "Der
Schlüssel" eine neue Kulturstätte. Durch den Ausbau einer großen Bühne mit
versenkbaren Orchesterraum bestand auch die Option auf
Theatervorführungen.
Durch eine offene Kassenhalle mit großen Schaukästen
gelangte man in das Foyer, in dem neben einer geräumigen Garderobe die
eigentliche Doppelkasse lag. Große Schauvitrinen für Dorstener Geschäfte luden
in dem mit geschliffenen Marmor bestückten Raum zum Verweilen ein. Ein schwerer
Doppelvorhang schloss den Zugang zum Theaterumgang ab. An diesem lagen die
Zugänge zu den einzelnen Logen, die mit Hochpolstersitzen ausgestattet waren und
durch eine Seitentapete und indirekte Beleuchtung einen gemütlichen Eindruck
erweckten. Der eigentliche Theaterraum mit einem weit vorgezogenen Rang war
sandfarben gehalten. Auffällig war eine stark profilierte Kassettendecke in
verschiedenen Farbnuancen. Die Wände waren mit schwerem, matten Velvet bespannt,
nach unten schloss eine schmale Limbaholzvertäfelung ab. An ihr waren
handgearbeitete Leuchten installiert.
Eine starke Saalschräge und
Einzelüberhöhung der Logen- und Rangreihen sicherten zusammen mit dem großen
Bühnenausschnitt und dem voll ausgeleuchtetem Bild von 3,90x5,20 m von allen
Plätzen gute Sicht. Zur Verkleidung der Rangbrüstung wurde Velourfaser auf
elektrostatischem Wege angebracht. N5031
Das Kino bestand unverändert
bis 1965.
Ein Überblick über die Dorstener Kinogeschichte mit Fotos finden Sie hier.
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