FÜRSTENHOF - LICHTSPIELE

Dresden (Sachsen), Striesener Str. 32

eröffnet: 28.8.1920
geschlossen: 13.5.1945
Sitzplätze: 680 (1920)
Architekt: Martin Pietzsch & Richard Fülle
Betreiber: Kühne, Rasel und Piersig            1920
Verlagsdirektor Edgar Schmidt   1921-1940, danach seine Erben

Das alte, historische "Hotel Fürstenhof" ist von den Herren Kühne, Rasel und Piersig zu einem modernen Lichtspiel-Palast umgebaut worden. Es ist dies das erste große Kino in Dresden, das in einer der Vorstädte - im Brennpunkt der Stadtteile Johannstadt, Striesen und Gruna, unmittelbar am Fürstenplatz -  gelegen ist.
Durch vier breite Portale betritt man die sehr geräumige Vorhalle mit Kassen- und Garderobenanlagen und hat schon hier den Eindruck, das etwas Großzügiges geschaffen wurde. Der hochkünstlerisch gehaltene Theatersaal enthält 680 Sitzplätze. Besonders erwähnenswert ist der große, nach den letzten technischen Errungenschaften eingerichtete Vorführrum mit angrenzendem Filmwickelraum und heller, großer Werkstatt. Die gesamte Einrichtung einschließlich der Klappsitze, Apparate (Ica-Lloyd) Gleichrichter, elektrisch-automatischem Vorhangszug, Glühlampen usw, wurde von der Firma  "Heimlicht GmnH" geliefert.
Quelle: Lichtbild-Bühne 37/1920

Im Sommer 1927 schloss das Kino vom 3. bis 10. Juli seine Pforten für Umbaumaßnahmen. Das Haus erhielt eine neue Front und das Orchester wurde vergrößert. Dadurch wurde die bisher etwas verdeckt sitzende,10 Mann starke Künstlergruppe unter der Leitung von F. Ulfig mehr in den Saal vorgerückt und somit für das Publikum sichtbarer. Auch die Akustik wurde so verbessert. Die Vorderfront hatte einen 20 Meter langen Vorbau, der sich über den vier Eingangstüren befand. , während sich über den beiden großen Ein- und Ausgangstüren in geschwungener Bogenlinie je ein großes Vordach ausbildete. Sechs große Bogenlampen strahlten vom 3. Stockwerk aus, während unter dem bogenförmigen Vorbau über 800 Tageslicht- sowie Mattglühbirnen in Sternenform untergebracht waren, die abends Tageshelle verbreiteten. Schon im September des Vorjahres wurde gepolsterte Bestuhlung eingebaut, ebenso wurde eine Frischluftanlage geschaffen.  L27157+164
Das von den Anwohnern meist kurz “Fü-Li” genannte Kino entstand 1919 im Saal des Hotels “Zum Fürstenhof” auf der Striesener Straße 32. Die Planung und Bauausführung des Filmtheaters stammte vom Dresdner Architekten Martin Pietzsch und Baumeister Richard Fülle. Die offizielle Einweihung erfolgte am 28. August 1920. Mit ca. 600 Plätzen und modernster Kinotechnik gehörten die Fürstenhof-Lichtspiele bis zur Zerstörung 1945 zu den beliebtesten Vergnügungsstätten der Johannstadt. Betreiber war zunächst die Firma Langer & Co., ab 1932 die Gloria-Palast-Lichtspiele G.m.b.H., welche ein weiteres Filmtheater in Striesen besaß.

Quelle: dresdner-stadtteile.de

Das Fürstenhof-Lichtspiele (kurz einfach Fü-Li genannt) befanden sich von 1920 bis 1945 im Saal des Hotels „Zum Fürstenhof“ in der Striesener Straße 32. Die Planung und die Ausführung des Filmtheaters mit 600 Plätzen[1] übernahm Richard Fülle, andere Quellen schreiben den Bau dem Architekten Martin Pietzsch zu[2]. Den Spielbetrieb übernahm die Firma Langner & Co.
Anlässlich der Eröffnung am 28. August 1920 warb das Kino mit vornehmer Ausstattung und neuesten technischen Einrichtungen als das modernste eingerichtete Etablissement als Sehenswürdigkeit der Johannstadt. Zum wöchentlichen Programmwechsel mit wochentags drei Vorführachsen pro Tag spielte auch eine erstklassige Künstlerkapelle, Vorstellungen eigens für Kinder wurden nach Absprache ebenfalls gezeigt.
Durch die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fürstenplatz verkehrten bis zu fünf Linien der Straßenbahn an dieser Stelle. Der Besitzer der Fürstenhof-Lichtspiele war der Verlagsdirektor Edgar Schmidt († 1939)
Quelle: Dresden.Stadtkiwi


Neue Front 1927 (Bildquelle: Lichtbildbühne 164/1927)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 13.09.2019