SCHAUBURG

Duderstadt (Niedersachsen), Steintorstr. 68

eröffnet: 1919
geschlossen: 2008
Sitzplätze: 350 (1920/1930) - 300 (1934) - 400 (1939) - 473 (1949) - 407 (1961) - 399 (1971) - 214 (1997) - 200 (2004)
Architekt: Pflüger & Vollmer (Umbau 1949)
Betreiber:
Hugo Wagner
Ernst, später Elsa & Walter, danach Erika Zinserling
Frederik & Eva Roth
Helmut Späth
1919-1934
1935-1995
1996-2007
25.10.2007-2008



Die Gaststätte "Zum Kronprinzen" bestand seit 1840. Ab 1919 gab es Samstags und Sonntags Filmvorführungen im Saal des Gasthofes.
1935 pachtete Ernst Zinserling das Haus. Nicht klar ist, ob er den Lichtspielbetrieb gleich wieder aufnahm - in den Branchenadressbüchern gibt es für die Zeit zwischen 1935 und 1938 keine Einträge. 1938 renovierte er den Saal und die Bühne, ab 1940 gab es dann täglichen Spielbetrieb. 1945 wurde das unversehrte Kino von den Alliierten beschlagnahmt und erst allmählich wieder der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung gestellt.
1949 wurde das Haus erneut umgebaut. Das Fachwerk wurde wieder mehr zur Geltung gebracht. Das Kino erhielt daneben einen neuen Zugang, eine zweite Kasse und Garderoben im großen Vorraum. Auch Saal und Bühne wurden umgestaltet, die Kapazität in diesem Zuge auf fast 500 Sitze erhöht. Die Bühne genügte jetzt den Ansprüchen anderweiliger Veranstaltungen. Die äußere handwerkliche Gestaltung übernahm Malermeister Burchhard, die Innenraumgestaltung sein Kollege Röling. Auch die im Haus befindliche Gaststätte "Theaterkeller" wurde mit Motiven aus Duderstadt und Umgebung aufgepeppt. Im Rahmen der Wiedereröffnungsfeier zeigte man nach einem Überblick über die 30-jährige Geschichte des Filmtheaters den Film "Die Glocken von Sankt Marien". Von nun an hieß das Kino "Schauburg". W4951
1956 erhielt die “Schauburg” eine neue Acella-Wandbespannung, Polstergestühl und einen goldfarbenen Acella-Vorhang. Die technische Einrichtung wurde auf CinemaScope-Lichtton umgestellt. E5626
 Betreiber war bis zu seinem Tod 1956 Ernst Zinserling, danach übernahmen Elsa und Walter Zinserling die Geschäfte, die wiederum 1993 durch Erika Zinserling abgelöst wurden. Drei Jahre später wurde das Kino verpachtet.
2008 erfolgte dann die Schließung. 2011 wurde der Kinosaal zu einem Kinderland mit Spielgeräten umgebaut. Weiters bei Wikipedia.


Ansicht von 1949 (Bildquelle: Filmwoche 51/1949)

Fotos neueren Datums finden Sie hier.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 28.06,2020