ATRIUM

Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), Grafenberger Alle 136 

eröffnet: 23.12.1937
geschlossen: 31.03.1965
Sitzplätze:
Architekt: Hans Nehaus & Hanns Rüttgers,Hanns Rüttgers (Umbau 1951) - Walter Hausmann (Umbau 1955)
Betreiber:
Heinrich Severs 1937-1965                                          

Das Kino wurde 1937 erbaut - im Angesicht des nahenden Krieges mit einem Luftschutzkeller. Nach leichten Zerstörungen 1943, die schnell wieder behoben wurden, wurde das Gebäude am 23. April 1944  erneut getroffen. Dieses Mal erhielt Herr Severs keine Hilfe von Seiten der Stadt, so das sich die erneute Instandsetzung bis zum Winter 1944/45 hinzog. Danach war aufgrund der allgemeinen Lage nicht mehr an einen geregelten Kinobetrieb zu denken. Im Sommer 1945 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen, das "Atrium" war schließlich eines der wenigen noch bespielbaren Kinogebäude der Stadt.
Erst 1951 wurde das Haus dann gründlich saniert. Das Behelfsdach aus Kriegszeiten wurde gegen ein Neues ausgetauscht. Besonders hervorzuheben war die mit Lichtvoute und 15 Lichtkuppeln beleuchtete schwere Stuckdecke, die sich in schwungvollen Profilen zu den Wänden hin absetzte.  Der silbergraue, im Mehrfarbenlicht des umlaufenden Bühnenrahmens angestrahlte Hauptvorhang kontastierte mit den bespannten Wandflächen. N5139
Nach dem Zuschauereinbruch in den 60er-Jahren oblag es dem Erbauer Hanns Rüttgers, das Gebäude in einen Supermarkt umzuwandeln. Später wurde das Haus dann abgerissen, um einem Ärztehaus-Neubau gleichen Namens zu weichen.
Quelle u.a.: Vom Tanzsaal zum Filmtheater - Eine Kinogeschichte Düsseldorfs”, Sabine Lenk, Droste-Verlag

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