FILMTHEATER  ZUR  KRONE

Düsseldorf - Gerresheim (Nordrhein-Westfalen), Heyestr. 64

eröffnet: 1912 - 02.11.1951 (Wiedereröffnung)
geschlossen: 02.07.1978
Sitzplätze: 199 (1912) - 385 (1930) - 537 (1932)
Architekt: Hanns Rüttgers (1951)
Betreiber:
Josef Görgens
Maria & Wilhelm Schneider, Solingen
Friedrich Gerber, Viersen
1912-1943
1951-28.02.1972
01.03.1972-1978
                                                                                           

1912 richtete Josef Görgens im Versammlungsraum einer Gaststätte das neue Kino ein. Lange Zeit war der Raum nur teilweise bestuhlt, da die Behörden eine größere Sitzplatzzahl ablehnten. Erst in den 30er-Jahren wurde die Kapazität erheblich erhöht.
1938 wurde der Saal erneut renoviert: Dire Bühne erhielt einen Goldseidenvorhang, eine neue Decke mit heller Beleuchtung wurde eingezogen und Akustikplatten an den Wänden angebracht.
Am 23. August 1943 brannte das Gebäude bei einem Bombenangriff völlig aus.
Nach dem Krieg beauftragte Görgens den vielfach beschäftigten Theaterarchitekt Rüttgers, der zu dieser Zeit gefühlt jedes zweite Kino in NRW plante, mit dem Wiederaufbau. Doch bevor das Werk vollendet war, starb der bisherige Betreiber und Gastronom.
Familie Schneider, die in Solingen das "Monopol" betrieb, nutzte das vakante Filmtheater zum Sprung in die Landeshauptstadt.
Am 2. November 1951 lief mit Sensation in San Remo" der erste Film im Nachkriegsbau. Der bekannte Düsseldorfer Schauspieler Kurt Großkurth hielt die Festansprache.  Durch eine geräumige Kassenhalle mit anschließendem Foyer gelangte man in den 700 Besucher fassenden Zuschauerraum, dem Wandverkleidungen aus Birkenholz und mausgrauem Cord eine dezente Note verliehen. Die Bühne war auch für Theateraufführungen nutzbar. Im Vorführraum standen zwei Frieseke & Höpfner FH-60-Projektoren und eine Spezial-Tonanlage von Karp & Sohn. N5152 E5145
 

Im gleichen Gebäude wurde auch ein Restaurant untergebracht.  W5147

Der letzte Betreiber, der ab 1977 auch das Fern-Andrä-Theater in Benrath übernahm, stellte den Spielbetrieb 1978 aus Rentabilitätsgründen ein.
Quelle u.a.:
Vom Tanzsaal zum Filmtheater - Eine Kinogeschichte Düsseldorfs”, Sabine Lenk, Droste-Verlag


Einen Bericht finden Sie hier.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 24.10.2023  - © allekinos.com