SCHADOW - THEATER

Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), Schadowstr. 71

eröffnet: 05.12.1953
geschlossen: März 1970
Sitzplätze: 539 (1953/1967)
Architekt: Hanns Rüttgers
Betreiber:
Willy Karp & Kurt Heintze
Willy Karp
1953-1954
1954-1969
Kinoname: Filmspiegel
neuer Kinoname ab 1955: Schadow - Theater 


Mit dem Adler-Film „Geh' mach Dein Fensterl auf" öffnete am 5. Dezember 1953 an der verkehrsreichen Schadowstraße in Düsseldorf der neuerbaute Film-Spiegel seine Pforten. Inhaber des 539 Sitzplätze fassenden Parkett-Theaters waren Will Hammen, Willy Karp, Kurt Heintze sowie Architekt Hanns Rüttgers, der mit dem Film-Spiegel das 281. Lichtspieltheater erstellte. Durch eine breite Laden-Passage erreichte man den rechteckigen Zuschauerraum, dem graue Kunstleder-Bespannung, eine große Bühne mit silberhellem Kunstseiden-Vorhang und eigens angefertigte Beleuchtungskörper eine aparte Note verliehen. Besonderes Augenmerk verdiente auch die architektonisch reizvoll gestaltete Rigips-Decke sowie die bequeme Bestuhlung mit rotem Rückenpolster. Die kinotechnische Ausrüstung des "Film-Spiegel" bestand aus Friesecke & Hoepfners FH-66-Maschinen und einer Cinematique-Bandmeister-Tonanlage. Eine vollautomatische Klimaanlage sorgte für sechsmaligen Luftwechsel in der Stunde. Auf der Eröffnungsfeier sprach Willy Karp über die Entstehungsgeschichte des zunächst als Wochenschau-Kino geplanten Lichtspieltheaters. ZDF-Geschäftsführer Wolfgang Fischer überbrachte die Glückwünsche der Filmwirtschaft. N5397
Ein Jahr später  -  Willy Karp hatte inzwischen die alleinige Regie übernommen - wurde die Idee des Aktualitäten-Kinos dann doch noch übernommen. Man bot jetzt ein Non-Stopp-Programm. Von 11 bis 17 Uhr zeigte man die neueste Wochenschau mit täglich wechselnden Schnellgerichten, ferner Kultur- und Zeichentrickfilme bei ununterbrochenem Besucher-Einlass. Laut Willy Karp erfreuten sich diese steigender Beliebtheit beim Düsseldorfer Publikum. Damit besaß die Landeshauptstadt ihr erstes Aktualitäten-Kino, das zweite entstand aber schon unmittelbar neben dem Hauptbahnhof.  N5477
Nicht zuletzt wegen dieser neuen Konkurrenz gab man ein weiteres Jahr später sein von 11 bis 18 Uhr gezeigtes Kurzfilm-Programm auf, Unter dem neuen Kinonamen "Schadow-Theater", welcher auf den Vorkriegs-Filmpalast in der gleichen Straße verwies, ging man wieder zu "normalem" Tagesprogramm über. Das Ziel war, vorwiegend künstlerisch wertvolle Filme in Erstaufführung herausbringen.
N5593
Das Kino hielt sich unter der Regie von Willy Karp bis 1969. Danach wurde es von den Inhabern des "Theaters an der Berliner Allee" übernommen und umgebaut. Nachmittags spielte man wieder ein
Non-Stopp-Filmprogramm
, abends gab es Theater. Doch schon ein halbes Jahr später musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Das Kino wurde zu einem Ladenlokal umgebaut. E6975+97


Saal 1953 (Bildquelle: Der Neue Film)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 09.10.2020