ALHAMBRA

Erfurt (Thüringen), Johannesstr. 164

eröffnet: 1924   L2513
geschlossen: 1997
Sitzplätze: 1200 (1924) - 1100 (1935) - 1015 (1940) - 988 (1950) - 488 (1991) - 420/35 (1992)
Architekt: Max Bischoff, Berlin
Betreiber:
Karl Liebrich
Valentin Widera, Jena
Gustav Schneider
Filmtheater Betriebs GmbH Erfurt
Kieft & Kieft Filmtheater GmbH, Lübeck
1924-1930
1930-1934
1934-mind.1942
1991-1992
1992-1997
     


Im Juni 1922 reichte der Unternehmer Karl Liebrich und sein Architekt Max Bischoff, der kurz zuvor das "Alhambra-Kino" am Kurfürstendamm in Berlin in einem älteren Gebäude errichtet hatte, einen Bauantrag zum ersten Erfurter Kino-Neubau ein, der in einer Baulücke in der Johannesstraße 164 stehen und mit fast 1200 Sitzplätzen alle anderen Kinos übertreffen sollte. Nach Überplanungen durch Karl Zöll wurde das Kino 1924 fertiggestellt und "Alhambra" genannt. Nach den damaligen Presseberichten war es das „größte und vornehmste Theater Thüringens“.

1931 wurde das Kino von der Thüringer Lichtspiele GmbH übernommen und von Valentin Widera, Jena, geführt. 1934 bis 1941 lag die Direktion bei Gustav Schneider.

Nach Gründung der DDR wurde es in "Alhambra-Lichtspiele" umbenannt. Die Zahl der Sitzplätze auf 988 reduziert, die Anschrift änderte sich von Johannesstraße 164 in Leninstraße 164. 1985 bis 1990 hieß es "Alhambra Theater".

1991 war die Adresse wieder Johannesstraße 164. Als neuer Träger die "Filmtheater Betriebs GmbH Erfurt" gegründet, die auch das Angerkino betrieb. Im ehemaligen Kohlenkeller wurde ein Mini-Kino eingerichtet. Der kleinere Saal wurde "Intim-Kino Love in“ genannt. Diese Trägergesellschaft wurde 1992 von der Kieft & Kieft Filmtheater GmbH, Lübeck, übernommen, die das Haus bis 1997 betrieb und dann das Gebäude an einen privaten Bauträger verkaufte. Dieser ließ das Haus bis auf die Fassade zur Johannesstraße abreißen und errichtete hinter der alten Fassade und auf dem Nachbargrundstück Johannesstraße 162 ein Büro-Geschäftshaus, in dem u. a. die Verwaltung der Barmer GEK untergebracht wurde.

Quelle u.a: Wikipedia


      
Ansicht 2020


Ansicht undatiert (Bildquelle: Postkarte)

Ansicht 1990
Vielen Dank an Rudolf Schreck für das Bild

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Datum der Erstellung/letztes Update: 16.01.2021