EULENSPIEGEL

Essen (Nordrhein-Westfalen), Steeler Straße 208-212

eröffnet: 1955
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 600 (1956) - 495 (1967/1980) - 450 (1983) - 411 (1991) - 400 (2005/2021)
Architekt: Hanns Rüttgers, Düsseldorf
Betreiber:
Carl &. Karl-Heinz Uhlendahl
Annemarir & Erwin Sechtig
Hanns Peter Hüster, später Essener Filmkunsttheater GmbH Gf:: Marianne Menze
1955-1968
Frühjahr 1968-1980
seit 1980

E6839



In Essen-Altstadt-Ost wurde an der Steeler Straße Nähe Schwanenbusch im August 1955 ein 700-Platz-Theater von der Olympia-Theater am Wasserturm K. H. Uhlendahl & Co. eröffnet., das Erstaufführungen, Zweitaufführungen und Bezirks-Erstaufführungen zu spielen beabsichtigte. Das modern eingerichtete Theater - Cinemascope 4-Kanal-Magnetton - lag unmittelbar an der Grenze Essen-Huttrop, einem Bezirk mit 23 000 Einwohnern, wo noch kein Filmtheater bestand. Alleineigentümer und Betriebsinhaber des neuen Theaters - wie des Olympia-Theaters am Wasserturm, Essen - waren Carl Uhlendahl und Karl-Heinz Uhlendahl. W5523

Das im Äußeren sehr sachliche, fast unscheinbare verputzte Gebäude mit fünf schmalen wandhohen Fenstern im Obergeschoss und Ladenzone im Erdgeschoss besitzt im Inneren des Kinobereichs seine vollständige ursprüngliche Ausstattung. Nur dieser Kinobereich ist von historischem Wert, sieht man von dem aller Wahrscheinlichkeit nach ebenso originalen Schriftzug "Eulenspiegel" über dem Haupteingang ab. Der Kinobereich bezeugt durch seine anspruchsvolle, dem Zeitgeschmack entsprechend modische Gestaltung (u. a. Leuchter) den hohen Stellenwert des Films in den 50er Jahren. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Schutzumfang wie folgt festgelegt ist: Kinosaal innen und außen sowie der Werbeschriftzug "Eulenspiegel" über dem Haupteingang. Weiterhin gehören zum Schutzumfang die Treppe, die im Treppenhaus befindlichen Originalvitrinen sowie das Kassenhäuschen und der Bodenbelag im Erdgeschoss, sowie Café- und Kinozugang.
Quelle: Denkmalliste Essen

Das (oder der?) "Eulenspiegel" hat unter der Führung von Hanns Peter Hüster, der das Kino 1980 übernahm, als Arthaus-Kino bis heute überlebt und ist somit das einzig verbliebene Essener Bezirkstheater.


Eingang um 1956 (Bildquelle: Filmblätter 07/1957)

Weitere Bilder finden Sie auf der Homepage des Kinos.
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Datum der Erstellung/letztes Update: 12.04.2021