PALAST - THEATER

Görlitz (Sachsen), Jakobstr. 16

eröffnet: 1.10.1919 - 13.5.1931 (Ufa-Palast)
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 1000 (1924) - 750 (1930) - 1000 (1931) - 390/105/105/121/121 (1997)
Architekt: 1919 Baumeister G. Malter, Görlitz, 1931 Baumeister Franz Grunert, Görlitz, 1950 Otto Kamenz, Görlitz, 1956 Albert Mayer, Görlitz, 1992 Gruppe BAUart, Mülheim/ Ruhr
Betreiber: K. Neue                             1919            Kinoname: Palast-Theater  L1941
Meimäger                           1921
Knoblich & Hahn                1924             Kinoname: Schauburg - Palast
Ufa                                     1924-1945   Kinoname: Schauburg Palast-Theater, ab 1931 Ufa-Palast
Sovexport                          1945(?)-1990(?) Kinoname: Palast-Theater 
Kieft & Politt                      1991-mind. 2000
Kieft & Kieft                      seit mind. 2004

Vorgängerbau des Filmpalastes war ein Hotel welches sich mal "Rheinischer Hof", mal "Preußischer Hof" oder auch "Europäischer Hof" nannte. 1919 wurde dieses Hotel zu Wohnungen und einer Gaststätte mit Weinlokal umgebaut und im ehemaligen großen Saal ein Kino mit 756 Plätzen auf Parkett und Loge eingerichtet. Von 1924 bis 1945 pachtete die Ufa das Theater und stellte die Christie-Orgel auf. Das Orgelgitter ist noch heute am Rang zu erkennen.

1931 erfolgte ein umfangreicher Umbau des Kinos, die Platzanzahl wuchs auf 1000 Plätze und eine indirekte Beleuchtung mit 1771 farbigen Glühlampen wurde eingebaut. Der Eingangsbereich wurde mit beleuchteten Glaspfeilern und einer Neonreklame aufgewertet.Erster gezeigter Film war "Ihre Hoheit befiehlt", im Beiprogramm liefen auchder Kulturfilm "Geheimnisse im Pflanzenleben" und der Ton-Trickfilm "Die Geisterschenke". Mit der Wiedereröffnung hieß das Kino dann Ufa-Palast. K31110

Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß das Kino schließlich Palast-Theater, Betreiber war die Sovexport die 1950 den Eingang durch den runden mehrstöckigen Aufbau repräsentativer gestaltete. Bis dahin war der Eingang relativ schlicht. 1992 wurde das Kino erneut umgebaut und umfangreich modernisiert und bietet seit 11. März 1992 868 Plätze in fünf Sälen. Seit dem 1. Juli 2009 sind ausgewählte Filme auch in 3D zu sehen. Heute gehört es zur Cinestar Kinogruppe. Leiterin ist die seit 1976 im Kino tätige Angelika Würfel. Besonders augenfällig macht das Kino mit der Großflächenwerbung über dem Eingang auf die Kino-Highlights aufmerksam. Die Plakate gestaltet seit 1975 der Werbemaler Klaus Rotter.

Der große Saal ist in seinem Zustand von 1931 noch weitgehend erhalten.

Quelle u.a:
Stadtwiki Görlitz


Saal 1931 (Bildquelle: Der Kinematograph 112/1931)

Vielen Dank an Günter Hohl für das Bild
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Datum der Erstellung/letztes Update: 11.12.2021