CAPITOL

Goslar - Oker (Niedersachsen), Bahnhofstr. 27

eröffnet: 1919 - 30.07.1953 (Capitol)
geschlossen: zwischen 1967 und 1971
Sitzplätze: 400 (1925) - 500 (1932) - 400 (1937) - 345 (1953) - 360 (1958) - 300 (1967)
Architekt:
Betreiber:
Hermann Lüddecke
Karl Belka
Hermann Lüddecke
Emil Schwieter
Heinz Joschimagha
1919-1928
1929-1932
1933-ca.1939
1953-mind.1965
1967
Kinoname: Lichtspiele Hohe Rast


neuer Kinoname: Capitol



Schon ab 1919 wurden im Gasthof "Hohe Rast" zur Winterzeit am Wochenende Filme vorgeführt. Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges scheint der Kinobetrieb zum erliegen gekommen zu sein.

Erst 1953 wurde der Saal des Gasthofs zum "echten" Kino ausgebaut. Nach viermonatiger Bauzeit erhielt das Harzstädtchen Oker so mit den "Capitol-Lichtspielen“ das erste stationäre Lichtspieltheater. Der geschmackvoll ausgestattete Zuschauerraum fasste 345 Besucher und war mit gefalteter Alkor-Folie mit Rautenmuster verkleidet, die sandfarben gehalten war und besonders die tiefen Töne absorbierte. Die Decke bestand aus beigefarbenen Akustikplatten. An den Wänden befanden sich stilvolle Fischerleuchten. Die Bestuhlung war zum Teil hochgepolstert. Die technische Einrichtung wurde nach den neuesten Erfahrungen mit dem plastischen Film installiert und bestand aus zwei Ernemann-IV-Maschinen mit Dominar-Verstärker und zwei Schrieber-Trockenglelchrichtern. Hausherr Emil Schwieter konnte sein Haus im Juli 1953 im Rahmen einer Festvorstellung mit dem Lustspiel "Die Wirtin vom Wörthersee“ eröffnen.  E5332
N5375 W5333 

Nach der Schließung des Kinos wurden daraus die Diskotheken "Helios" bzw. "Styx". Im Juli 2008 wurden die Gebäude bei einem Brand zerstört, danach abgerissen.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 04.05.2022