STADTTHEATER - LICHTSPIELE

Günzburg (Bayern), Theaterplatz 1

eröffnet: 1929
geschlossen: 09.12.2010
Sitzplätze: 197 (1935) - 315 (1950) - 390 (1953/1962) - 365 (1967) - 216 (2000)
Architekt: Schinkmann (Umbau 1952)
Betreiber:
Josef Kirchmayr
Alfred Landauer, Dillingen
Ferdinand Einbeck
Therese Einbeck
H. V. Rohrscheid
Flott TV
1931-ca.1935
mind.1949-1953
1.7.1953-1959           E5328
1960-mind.1967
mind.1978-1997
1998-2009



1929 nahm in Günzburg ein weiteres Filmtheater den Betrieb im „Stadttheater“ auf. Das Bauwerk aus dem Jahr 1744 diente ursprünglich als österreichische Werbekaserne, später als städtisches Armenhaus und seit dem 16. Oktober 1816 als Bühne für die „Private Dilettanten-Theatergesellschaft“ und viele kurzzeitig hier gastierende Schauspieltruppen. Die Theatertradition endete jedoch während des Ersten Weltkriegs. Schon ab 1912 scheint es Kinovorstellungen gegeben zu haben. Mitte der 1930er-Jahre wurde der Kinobetrieb wieder eingestellt und erst nach dem 2. Weltkrieg erneut aufgenommen.

Im „Stadttheater“ konnte man noch Kinoatmosphäre der 1950er Jahre des 20. Jahrhunderts erleben. Beim Umbau 1952, den die Herren Landauer und Einbeck gemeinsam in Angriff nahmen,  erhielt der Saal eine tiefrote Wandbespannung, Messingleuchten, eine illuminierte Einrahmung der Leinwand und einen Vorhang, der sich nach mehreren Gongschlägen zum Hauptfilm öffnete. Ab Mitte 1953 war Ferdinand Einbeck Alleininhaber des Theaters.  Am 31. März 1995 wurde der 100. Geburtstag des Kinos mit einem Double Feature gefeiert. Die in Günzburg lebende Ufa-Schauspielerin Else Elster (+1998) sprach über ihre Zeit in Babelsberg, und dann lief der Revuefilm „Hallo Janine“ von 1939, in dem sie eine Hauptrolle spielte. Ein weiterer Else-Elster-Film ("Skandal um den Hahn", 1938) wurde beim "Tag des offenen Denkmals 2009" gezeigt, der unter dem Thema "Historische Orte des Genusses" stand. Die Zeit des doch sehr in die Jahre gekommenen "Stadttheater" ging am 9. Dezember 2010 zu Ende. Eine Woche später eröffnete das BiiGZ, ein moderner Kinoneubau mit vier Sälen an der Augsburger Straße und setzt die Günzburger Kinotradition mit modernster Projektions- und Lautsprechertechnik fort.  E5244

Quelle u.a: www.host4guenzburg,de


Einen Artikel anlässlich der Schließung lesen Sie hier. Fotos vom Saal sehen Sie hier.


Saal 1952 (Bildquelle: Der Neue Film)
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Datum der Erstellung/letztes Update: 01.05.2022