LICHTBURG

Hagen (Nordrhein-Westfalen), Moltkestr. 5-7

eröffnet: Anfang 1937
geschlossen: ca.1982
Sitzplätze: 590 (1937) - 591 (1952) - 570 (1962/1971) - 397 (1978)
Architekt: Hanns Rüttgers, Düsseldorf (Umbau 1952)
Betreiber:
Erna Hüsmert, später Erna Hüsmert KG
Dr. Hostettler Grundstücksverwaltung
1937-mind.1975
mind.1978-ca.1982
                                           


Die "Lichtburg" wurde 1937 innerhalb von drei Monaten erbaut - für diese Zeit eher eine Seltenheit. Ea handelte sich um ein schlichtes , in Edelputz gehaltenes Lichtspielhaus. Das dreistöckige Haus hatte einen dachartigen Eingang. , durch den man bequem in den geräumigen Vorraum gelangte. Insgesamt fasste das Haus ca. 600 Plätze, die sich auf Saal, Rang und Loge verteilten. Die große und tiefe Bühne war für Varieté_Darbietungen eingerichtet. Im Eröffnungsprogramm lief der Film "Moskau-Schanghai".   L3724
Die 1937 erbaute "Lichtburg" war, nach Behebung der im Krieg erlittenen Schäden, 1945 das erste wieder spielfertige Kino in Hagen. Erna Hüsmert erkämpfte sich hartnäckig schon gleich nach Kriegsende beim damaligen Registrierungsverfahren eine neue Zulassung, so das  die Lichtburg bereits am 10 Oktober 1945 wieder spielen konnte.

1952 wurde das Haus vollständig renoviert. Unter der vorhandenen Rabitzdecke wurde eine neue, akustisch wirksame Variantex-Platten-Decke angebracht, die Rückwand und Rangbrüstung mit Acella-Folie bespannt. Als vorderer Abschluss des Raumes wurde ein neuer, großer Bühnenrahmen mit hellblauem Kunstseiden-Velvetvorhang und Effektbeleuchtung geschaffen. Die Farbabstimmung war in beide, hellbraun und dunkelbraun. Am 30. August des Jahres konnte das Filmtheater wieder öffnen. 
E5238

1955 begann man nach Umbau des Bühnenrahmens mit der Aufführung von CinemaScope-Filmen. Die technische Einrichtung umfasste eine Vierkanal-Magnetton-Anlage, System Klangfilm Type GS 40, ferner Bauer-Zusatzteile, Isco-Objektive und Möller-Anamorphoten sowie eine 4,5 x 10,5 m große Ideal II-Breitwand. Die baulichen Voraussetzungen schuf der Düsseldorfer Architekt Hanns Rüttgers. N5546 E5521

Frau Hüsmert leitete auch 1975 als 80-jährige das Kino. Erst danach gelangte es zu den Hostettler-Betrieben, die es Angang der 1980-Jahre schlossen. Danach wurde der Saal in einen Supermarkt umgewandelt.


Hier konnen Sie historische und aktuelle Fotos sehen.

zurück zur Hagen-Seite

zurück zu Liste Nordrhein-Westfalen

zurück zur Startseite

Impressum und Datenschutzerklärung

Datum der Erstellung/letztes Update: 10.03.2025- © allekinos.com