VICTORIA

Hagen (Nordrhein-Westfalen), Körnerstr. 4

eröffnet: 1912
geschlossen: zwischen 1967 und 1978
Sitzplätze: 1000 (1918) -720 (1920) - 795 (1940) - 920 (1952/1956) - 905 (1956/1962)
Architekt:
Betreiber: Wilhelm Peters                                        1917  
Ufa                                                          mind.1920-1922  L2211
Henrik Lütjohan                                      1926
Asta-Nielsen-Konzern, Düsseldorf          1927
Henrik Lütjohan                                      1928-1931
Dr. A. B. Cotta, Düsseldorf                     1932
W. Schotters, Köln                                 1933
Ver. Kino-Theater-GmbH, Düsseldorf    1936
Dr. Aziz Cotta, Düsseldorf                       1937
Franz Leu, Düsseldorf                              1939-mind.1962
Dr. Hortetler, Düsseldorf                          1967

Kürzlich wurde das Viktoria-Theater in Hagen, Körneretr. 4, in feierlichem Rahmen erneut seiner Bestimmung übergeben. Der Wiederaufbau des 800-Platz-Theaters entstand unter der Planung und Oberleitung des bekannten Düsseldorfer Filmtheater-Architekten Ernst Huhn — in Zusammenarbeit mit den beiden Architekten Adam Wiel, Hagen, und O.Mendel, Witten an der Ruhr. Die bild- und tontechnischen Einrichtungen sowie die akustische und technische Beratung lag in den Händen der Düsseldorfer Zweigstelle der Telefunken-Gesellschaft mbH. Moderne Heizungs- und Belüftungsanlagen führte die Hagener Firma August Steinmann durch, während das Holzwerk Bahre in Springe bei Hannover die bequeme hochgepolsterte Bestuhlung lieferte. Besitzer des neuen Hagener Filmtheaters ist Herr Dr. Cotta.
Quelle: Die Filmwoche 8/1951

Das 1911 als Lichtspielhaus eingerichtete und nach der Zerstörung wieder aufgebaute Viktoria-Theater in Hagen erzielt dank der umsichtigen Leitung des 1000 Platz großen Hauses durch Herrn Leu fast regelmäßig ausverkaufte Vorstellungen und Prolongationen von zwei und drei Wochen. Als besonders zugkräftig nennt Herr Leu den in Erstaufführung herausgebrachten Delta-Venus-Film im Verleih der National-Film, „Hinter Klostermauern".
Quelle:Der neue Film 37/1952

Nach acht Wochen Bauzeit und technischer Neueinrichtung bei vollem Spielbetrieb zeigte sich das Viktoria-Theater Hagen seinen Besuchern in völlig neuem Gewand. Das 1950 erbaute 920-Platz-Theater der Theaterbetriebe Franz Leu (Düsseldorf) wurde mit den modernsten technischen Anlagen versehen. Als größtes Haus am Platz verfügt das Theater nunmehr über eine Breitwand von 11,30 m X 4,65 m und neue Bild- undTon-Apparaturen für Licht- und vierkanaligen Magnetton (Siemens-Klangfilm) zur Vorführung von Breitwand- und CinemaScope-Filmen. Nach den Plänen des Düsseldorfer Architekten Artur Gerard wurde das Haus gleichzeitig großzügig renoviert. Umgang und Logen sind holzgetäfelt. Der Saal erhielt eine Wandbespannung aus Samt. Die verbreiterte Bühne schließt ein lachsfarbener Paradevorhang ab. Farblich fein abgestimmte Portieren, indirekte Seiten- und Bühnenbeleuchtungen aus Neon-Hochspannungsröhren unterstreichen den vornehmen Gesamteindruck.
Quelle: Der neue Film 99/1954


Victoria 1952 (Bildquelle:Der neue Film 37/52)


Saal 1955 (Bildquelle: Filmblätter 25/55)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 30.07.2018