URANIA

Halle (Sachsen-Anhalt), Moritzburgring 1

eröffnet: 16.10.1914
geschlossen: Januar 1997
Sitzplätze: 1000 (1924)
Architekt: Paul Grempler
Betreiber: Astoria-Theater                                          1915                           Kinoname.Astoria
Lichtspielhaus GmbH Astoria & Passage 1916  L1645
U.T. Lichtspielhaus GmbH          1917-nach 1920          Kinoname: U.T. - Lichtspiele
Ufa                                             mind. 1924-1945         Kinoname: Ufa-Theater Alte Promenade
Defa                                           1952-1989                   neuer Kinoname: FT Freundschaft
                                                                                       neuer Kinoname ab 1968: Urania 70
Ufa                                             1991-1997

Das "Urania" befindet sich in der Altstadt von Halle zwischen Uni und Moritzburg. Pilastergeschmückter Saalbau in straßenbildprägender Ecklage mit geschweiftem Mansarddach und portikusartigem Vorbau, die neoklassizistisch geprägte Jugendstilornamentik des Äußeren erhalten, innen verändert. Die.Architektur orientiert sich noch an Theaterbauten, - neoklassizistische Pilastergliederung der Fronten, - Jugendstildekor.

In den 90er Jahren wurde glücklicherweise das Dach neu gedeckt. Die Außenfassade ist jedoch stark sanierungsbedürftig. Genutzt wird das Kino von einer Videothek und seit Juni 03 als Flower-Power-Kneipe. Im Saal sind gelegentlich Veranstaltungen.

Quelle:Ralf Liebegott (www.leerstehende-baudenkmale.de)

* "Die „Continental – Projektion GmbH“ Bremen beauftragte 1913 den halleschen Architekten Paul Grempler mit der Projektierung eines „Astoria Lichtspielhauses“ in Halle an der Ecke Kleine Ulrichstraße / Alte Promenade

* Das „Astoria Lichtspielhaus“ öffnete am Freitag, dem 16.10.1914, dem Publikum seine breiten Pforten – mit rund 1000 Sitzplätzen im Zuschauerraum* Nach dem Bau des Kinos wird die „Astoria Theater“ 1915 als Grundstückseigentümer genannt

* In den zwanziger Jahren, wohl nach der Übernahme durch die UFA, erhielt der Baukörper eine exzentrische Farbfassung

* Nach dem Krieg wurde das Kino von der DEFA übernommen und öffnete 1952 als „Filmtheater der Freundschaft“ wieder seine Türen

* Bereits sechs Jahre später galt es als das modernste Kino der DDR, da es nun 4-Kanal-Magnet-Tonfilme abspielen konnte

* 10 Jahre danach, 1968, war der Umbau für den neuesten filmtechnischen Schrei, dem Abspielen von 70-Millimeter-Bändern abgeschlossen

* Wohl auf das neue Jahrzehnt verweisend, nannte man das Kino fortan „URANIA 70“

* Ein neues Kapitel Filmgeschichte wurde im Urania in den achtziger Jahren mit dem 3-D-Filmen aufgeschlagen, bei dem der Zuschauer mit der Eintrittskarte auch eine Brille ausgehändigt bekam

* Seit 1991 gehört das Kino wieder der Ufa

* Bis 1994 gab es noch Hoffnung, dass das Haus saniert würde

* Im Januar 1997 wurde das Kino quasi über Nacht geschlossen

* September 2002 Beginn der Planung von Umbauarbeiten im Urania

* 15.05.2003 Eröffnung der Film- und Musikkneipe Flower Power"

Quelle: Kulturhaus urania70 - dort auch viele historische Bilder 

VielenDank an Daniel Scheibli für das Bild und an Rudolf Schreck für das Sammeln der Informationen

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Datum der Erstellung/letztes Update: 16.04.2020