CAPITOL

Hamburg, Hoheluftchaussee 52

eröffnet: 15.10.1926
geschlossen: 1962
Sitzplätze: 1222 (1927) - 1258 (1940) - 1256 (1950) - 1218 (1957)
Architekt: Henry Schlote, Röver (Instandsetzung 1944)
Betreiber:
Dänecke & Heeschen
Carl, seit 1938 Max Dänecke
1926-1933
1934-1962
                                                                                                 

Das Kino wurde in den Hof der Veranstaltungsstätte “Colosseum”  gebaut und war seinerzeit das größtes Kino von Eimsbüttel. Es wurde mit dem Film "Der Rosenkavalier" im Oktober 1926 eröffnet.1930/1931 erfolgte die Umrüstung auf Tonfilm. Am 26. Juni 1943 wurde es im Krieg durch Brandbomben stark beschädigt, konnte aber am 21. Januar 1944 wieder eröffnen. Das “Capitol” war eines der 10 Hamburger Kinos, die am 27. Juli 1945 für die deutsche Zivilbevölkerung wieder eröffnen durften. N5346  W5142

Das Kino besaß einen langgestreckten, ranglosen Saal und eine für damalige Verhältnisse sehr große Leinwand. Aus einem mächtigen, ovalen Deckenornament quoll nur gedämpft indirektes Licht in das dämmrige Halbdunkel, das zusammen mit der mahagonibraunen Wandverkleidung sowie hohen gotischen, in dezentem Bunt durchleuchteten Butzenfenstern eine warme Athmosphäre bewirkte. Eine geräumige, gerundet vorspringende Bühne gewährte Entfaltungsmöglichkeiten für anspruchsvolle Bühnenschauen, was vor der Währungsreform auch ausgiebig genutzt wurde. W4942
Im Juli 1962 wurde das Filmtheater wegen Besucherrückgang geschlossen. Bald darauf erfolgte der Umbau zu einem Supermarkt. Ende der 60er Jahre wurde das Vorderhaus mit seiner markanten Klinkerfassade im Zuge der Verbreiterung der Hoheluftchaussee abgerissen, so dass nur der Saalbau bestehen blieb. Dieser wurde dann Ende der 80er-Jahre abgerissen.

Quelle u.a: Filmmuseum Hamburg, Bilder auch hier.


Ansicht 1951 (Bildquelle: Der Neue Film 46/1951)

Saal 1949 (Bildquelle. Filmwoche 42/1949)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 17.05.2020