DIANA - THEATER

Hamm (Nordrhein-Westfalen), Große Weststraße 43

eröffnet: 1913    L1318
geschlossen: 1944
Sitzplätze: 600 (1918) - 650 (1925)
Architekt: Oldemeier, Herford (Umbau 1926) - Erich Mattern (Umbau 1930)
Betreiber:
Emil Goppel
Fritz Borgsmüller, Lüdenscheid
Karl Kaiser, Bielefeld
mind.1918-1926
1926-mind. 1935
mind.1937-1944
                                     


Schon seit 1913 wurde im "Obergschen Saal" an der Großen Weststraße Kino gespielt. Zunächst fanden in dem im Vergleich zu anderen Kinos jener Zeit recht großen Saal 600 Zuschauer Platz.

Am 3. September 1926 wurde das nun stark vergrößerte Kino mit neuem Besitzer, aber vorerst weiterhin mit Emil Goppel als Geschäftsführer wiedereröffnet. Die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden, prominente Persönlichkeiten der Bürgerschaft und führende Männer der rheinisch-westfälischen Filmbranche nahmen an den Festlichkeiten teil.
Der Eingang war mit tiefbraun polierter Birke ausgekleidet, das ausgezeichnet  zu dem ruhigen Blau der Decke kontrastierte. Die Wände des Theatersaales waren in lachsfarbigem Rot gehalten und rund herum, etwa drei Meter hoch, mit dunkelpolierter. eigenartig aufgeteilter Birke ausgekleidet. Die Wandflächen zierten schlichte, moderne Malereien. Die Decke in ihrem Hauptteil, beherrscht durch eine wirkungsvolle Kuppel. hatte man mit Blattgold ausgelegt. Die Ränder waren in Silberprofilen abgesetzt. Über dem Balkon, wo die Decke etwas heruntergezogen werden musste, sah man in der Hauptsache Silber. Die Beleuchtung war indirekt und brachte alles, was an modernen Lichteffekten zu dieser Zeit zu schaffen war. Der Vordervorhang war ein Werk des Düsseldorfer Kunstmalers Lauffenberg. Dahinter schloss eine zweite blaue Samtgardine die Leinwand ab. Der Erbauer des Theaters, der Architekt und Diplomingenieur Oldemeier aus Herford, hatte sich mit den "Diana-Lichtspielen" in die Reihe der ersten Filmarchitekten gestellt.
Das Theater hat rund 800 Sitzplätze. Im Vorführerraum standen zwei moderne Magnifizenzapparate. Der Orchesterraum konnte sowohl offen wie verdeckt verwendet werden, für den Einbau einer Orgel waren entsprechende Räume vorgesehen. Den Hauptteil des Eröffnungsprogramms bildete der bekannte Film "An der schönen blauen Donau”.
K261021  K261008 L26212

Das 1944 durch Bomben zerstörte Kino wurde danach nicht wieder aufgebaut.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 23.04.2021