HOCHHAUS - LICHTSPIELE

Hannover (Niedersachsen), Goseriede 9

eröffnet: 1928
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 210 (1932) - 400 (1950) - 409 (1967/1978) - 282 (1983)
Architekt: Rietdorf, Hannover (Wiederaufbau 1949)
Betreiber:
Hannoverische Allgemeine Zeitung
Karl Homman
Julius Dau
Robert Billerbeck
Flebbe Kinobetriebe
1928-1932
1933-1956
1957-mind.1967
mind.1978-1981
seit 1982
Kinoname. Kulturfilmbühne im Planetarium
neuer Kinoname ab 1949: Hochhaus-Lichtspiele




Die Kulturfilmbühne im Planetarium Hannover besteht seit 1928 und hatte immer ihren festen Besucherstamm. 1933 übernahm Karl Homman das Lichtspieltheater und hatte bis zu seiner Ausbombung in den letzten Kriegstagen 1945 immer den Ehrgeiz, außergewöhnliche Filme vorzuführen. Inwiefern ihm dies unter dem Auge der Nazi-Herrschaft gelang, wäre sicher interressant, nachzuforschen...

Der Wiederaufbau ab 1947 wurde durch einen Deckeneinsturz erschwert, aber Ende 1949 konnte der Kuppelsaal erneut eröffnet werden. Wer mit dem Fahtstuhl unterhalb der Kuppel des Hochhauses im 9. Stock ankam, betrat einen intim wirkenden Raum, der 400 Personen fassen konnte und in beige-goldenen Tönen gehalten war. Die Wände und die dreifach gestufte Decke mit der indirekten Beleuchtung bestanden aus Akustikplatten. Durch die halbkreisförmige Anordnung bot die bequeme Bestuhlung gute Sichtverhältnisse. Die äußere Gestalt des Raums war im Grundriß ein Dreiviertelkreis. Zwei Ernemann Vii-Maschinen mit Anbau-Dia und einer Klangfilmanlage Europa-Junior sorgten für beste Bild- und Tonwiedergabe.

(Wieder-)eröffnungsfilm war "Das Spiel ist aus".

Seit 2016 werden in einem temporär eingerichteten Kino in der ehemaligen Schalterhalle Film gezeigt, während der Kuppelsaal saniert wird. Einen Bericht darüber finden Sie hier.

Auf der Webseite des Kinos können Sie mehr über die Geschichte des Hauses nachlesen.

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