BLUE  MOVIE

Herne - Wanne-Eikel (Nordrhein-Westfalen), Hauptstr. 256 

eröffnet: 09.12.1911 - 28.08.1925 (Modernes Theater)
geschlossen: 1990
Sitzplätze: 700 (1917/1925) - 750 (1926) - 1200 (1967) - 700 (1940) - 723 (1949) - 942 (1952) - 1000 (1960)
Architekt: Revermann (Modernes Theater 1925)
Betreiber:

J. Daniel
Riechmann & Steinbach
Karl Steinbach
Max Steinberg, Elberfeld
Georg & Anni Zinn, Essen-Bredeney
Georg Zinn u. Alfred Schwertie
Beate Uhse, Flensburg
Filmgalerie
1911
mind.1917-1925
1925-1928
1929-1930
1930-1935
1936-1953
1954-1964
Ende 70er-1989
Dezember 1989-Juni 1990
Kinoname: Thalia

neuer Kinoname: Modernes Theater
neuer Kinoname: Lichtburg 
L3042




neuer Kinoname: Blue Movie
neuer Kinoname: Filmgalerie


1925 wurde das Kino als "Modernes Theater" neu eröffnet. An Stelle des Herrn Daniel fuhrte letzt jetzt Riechmann aus Minden das Direktionszepter, einer der alten, bewährten Fachleute. Der Entwurf  für das Theater stammte von dem Architekten Revermann.
Der Innenraun war fein abggetont, das Orchester modern und gefällig umkleidet. Auch eine indirekte Beleuchtung fehlte nicht, wie überhaupt gerade auf die Beleuchtung innen und außen großer Wert gelegt wurde. Im Eröffnungprogramm sah man "Die weiße Schwester"mit Lilian Gish und den ausgezeichneten deutschen Porten-Film "Kammermusik"'. Auch die "Deulig-Woche" fehlte nicht, so das alle Besucher voll auf ihre Kosten kamen. Die Zusammenstellung des ersten Spielplans war programmatisch. Sie wollte besagen, daß der deutsche und der internationale Film im "Modernen Theater" gleicherweise Heimatrecht hatten.
An der Eröffnungsvorstellung nahmen die Spitzen der Behörden und viele prominente Wanner teil.   K25968 L25160

1929 wurde das Kino erneut umgebaut und als "Lichtburg" wieder eröffnet. Zur Premiere wurde der Fritz-Lang-Film „Die Frau im Mond“ gezeigt. Auch nach dem Krieg spielte das Kino weiter und bot zuletrzt um die 1000 Sitzplätze an. Diese Zuschauerzahlen waren nach 1960 nicht mehr zu erreichen und so war 1964 Schluß.

Ende der 1970er-Jahre erwachte überraschenderweise neues filmisches Leben im Gebäude. Der expandierende Beate Uhse-Filmverleih eröffnete um diese Zeit reihenweise neue Kinos, um deine Filme auszuwerten. Man teilte den zuvor schon umgebauten Saal in drei Abspielstätten. Mit dem Abebben der Sexfilm-Welle gaben die Flensburger das Kino wieder auf und es folgte im Dezember 1989 ein letztes Kapitel mit dr Eröffnung der Filmgalerie, die sich aber micht etablieren konnte und 7 Monate später wieder schoss.
Quelle u.a: Wolfgang Berke


Eingang 1925 (Bildquelle. Der Kinematograph 969/1925)

Lichtburg vor dem 2. Weltkrieg (Bildquelle: Postkarte)

Lichtburg Ende 1950er-Jahre (Bildquelle: Postkarte)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 28.09.2021