CENTRAL

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), Osterstr. 2

eröffnet: 1913
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 430 (1920) - 600 (1930) - 575 (1941) - 600 (1958/1990) - 220/220/168/120/90 (1997) -

166/159/102/69/50 (2011)

Architekt: Alois Loch (Neubau 1913)
Betreiber: Eduard Meyer                                        mind.1917-1925

Eduard Meyer Witwe                             1926-1928

Adolf Engl, München  (Gf: Alfred Meyer)1929-1930

Heinrich und Martin Franz, Mannheim     1932-1933

Marie Meyer Wwe.(Gf: Alfred Meyer)   1934-1935

Alfred Meyer                                          1936-1955

Alfred Meyer & Walter Heckeyer           1955-1991

Central GmbH                                        1997

Das Kino wurde an der Stelle des abgerissenen Hotels "Kraft" errichtet. Bauleitung hatte die Kaiserslauterer Firma Geiger&Klostermann.

Quelle: Lichtbildbühne 5/1913

Das Gebäude des "Central" (Osterstraße, Ecke Münchstraße) wurde 1913/14 für den Gipsermeister Philipp Henkel nach Plänen von Alois Loch errichtet (Erweiterung 1925, Umbau um 1990). Der langgestreckte Baukomplex besteht aus zwei zweigeschossigen Kopfbauten, die durch einen eingeschossigen Verbindungstrakt verbunden werden. Das ehemalige Hauptportal an der Osterstraße ist mit barockisierendem Sandsteinschmuck versehen; seit dem modernen Umbau ist die Richtung des Gebäudes jedoch umgedreht, Eingang und Kassenhalle befinden sich jetzt am entgegengesetzten Ende des Gebäudes. Auch Raumaufteilung und Innenausstattung sind nicht mehr original. Seit 2005 ist das Central das erste Kino mit digitaler Projektion (DLP) in Rheinland-Pfalz.

Quelle: Wikipedia

1934 wurde das Kino vollständig renoviert. Die bisherige Saalbeleuchtung wurde durch Neonlampen ersetzt. Auch der Vorführraum wurde komplett erneuert und mit neuen Vorfühtapperaten bestückt.

Quelle: Film-Kurier 241/1934)

1955 dann die Umstellung auf CinemaScope:

Erst vor wenigen Wochen eröffnete die Gloria-Filmtheater GmbH, in Kaiserslautern das erste CinemaScope-Theater. Die gleiche Bauherrin hat nun das ihr angehörende Central-Theater, das bislang ein etwas veralteter Zweckbau war, völlig neu gestaltet und ebenfalls für CinemaScope eingerichtet. Der Zuschauerraum erhielt durch Einziehen einer roten Zwischendecke einen intimen Charakter. Die Wände sind mit gelbem Acella bespannt und mit blauen Knöpfen bestückt. Die Balkonverkleidung wechselt die Farbe um: gelbe Knöpfe auf grau-blauem Grund. In die Seitenwände sind moderne und geschmackvolle Rundleuchten der Firma Staff und Schwarz, Stuttgart, eingefügt. Die mit blauem Kunstleder bespannte Birnbaum-Vollpolster-Bestuhlung lieferte Löffler, Zuffenhausen. Die radiale AnOrdnung der Sitzreihen gewährleistet einwandfreie Sicht auf die 10 m nahtlos geschweißte Miracle - Mirror - Leinwand. Die vielbewährten Bauer-Projektoren, welche mit Möller Anamorphoten ausgestattet sind, geben ein einwandfreies Bild. Die 4-Kanal-stereophonische-Magnetonanlage besorgte Siemens-Klangfilm. Das harmonisch gestaltete — man kann fast sagen neue — Haus gab am 11. August seine Leinwand frei für den CinemaScope-Farbfllm der Warner Bros „Urlaub bis zum Wecken". Das renovierte Central-Theater ist eine Bereicherung im Kinoleben der aufstrebenden Großstadt.

Quelle: Die Filmwoche 37/1955

 
 
 

Photos ca. 1984

Central  nach der Renovierung 1934 (Bildquelle: Film-Kurier 241/1934)

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