DIE  KAMERA

Karlsruhe (Baden-Württemberg), Kaiserstr 225

eröffnet: 1953
geschlossen: 2001
Sitzplätze: 900 (1958) - 527 (1997)
Architekt: Bernd Gutmann & Ernst Hollemeyer
Betreiber: Hubertus Wald                                  1953-1972
Olympic                                            1972-1981
Ufa                                                   1981-2001

1953 mit dem Lustspiel "Der Vogelfänger" wurde Karlsruhes erstes Cinemascope-Filmtheater eröffnet. Der eingeschossige Flachdachbau befindet sich in unmittelbarer Nähe des Europaplatzes.

Das Foyer war mit150qm sehr großzügig bemessen. Hier fand sich auch Platz für ein Goldfischbecken mit Fontäne und ein 4m breites Aquarium, in welchem sich die Bewohner des Rheines tummelten.Durch eine umfangreiche Licht- und Schallschleuse gelangte der Zuschauer in den 18m breiten und 30m langen, ranglosen Zuschauerraum. Die Wand war mit Samtkretonne bespannt und die Bestuhlungin gelb-makassarbraun gehalten.Die Wandbeleuchtung aus Circline-Leuchtstofflampen wurde erstmals in einem Filmtheater verwendet. Einen besonderen Blickfang auf der viel begangenen Kaiserstrasse stellte die Leuchtstoffröhren-Anlage mit Polypol-Strahlen über den Eingangstüren dar, die erstmals in Süddeutschland verwendet wurde.

Bei Ihrer Schließung 2000 war die Kamera Karlsruhes größtes Kino und letztes Einzelhaus. Mittlerweile hat die benachbarte Sparkasse die leerstehende Immobilie erworben und 2006 abreissen lassen.

Ansicht 1998  - Vielen Dank an Thorsten Harwardt für das Bild

       

   
Vielen Dank an Robert Bernnat für diese Bilder und die Informationen


Foyer 1953 (Bildquelle: Filmblätter 01/54)

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