BÜRGERTHEATER

Kempten (Bayern), Rotterner Str. 74

eröffnet: 1927
geschlossen: 1980 ?
Sitzplätze: 350 (1929/1938) - 400 (1940) - 586 (1950) - 600 (1962) - 640 (1956)
Architekt: Sepp Zwerch (Wiederaufbau 1949)
Betreiber:
Simon Hauner

Max und Karola Keller
1927-1945

1949-mind.1967
Kinoname: Bürger-Palast-Lichtspiele
neuer Kinoname ab 1939: Bürgersaal-Lichtspiele
neuer Kinoname. Bürgertheater


Im Anwesen Kotterner Straße 74 befand sich ursprünglich ein Hotel "Bürgertheater" mit Bürgersaal (ehem. Gasthof "Zur Kaiserglocke"). 1927 wurde dort ein Lichtspieltheater eingebaut, welches im Februar 1945 vollständig zerstört wurde.
Ab August 1948 wurde der Wiederaufbau vorangetrieben. Ein milder Winter ermöglichte es, die Arbeiten ohne Unterbrechung durchzuführen, so das ab Juni 1949 wieder gespielt werden konnte. Betreiber waren jetzt das Gastwirt-Ehepaar Karola und Max Keller, die den Saal vor dem Krieg vermietet hatten.
Durch zwei große Flügeltüren gelangte man in den Kassenraum und weiter in das Foyer, an das sich rechts eine Garderobe und links die Toiletten anschlossen. Der Theaterraum selbst war 13,65 m breit und 27 m lang. Die Wände wurden mit Rauhputz versehen, der auch akustisch sehr wirksam war. Man wählte einen ruhigen Farbton und einfache Deckenornamentik. Die Bühne hatte eine Tiefe von 4,5 Meter. Eine starke Überhöhung der Sitzreihen garantierte gute Sicht. Die Vorführung erfolgte durch französische Projektoren der Firma "Südton" in München. W4933+39+48

1954 stellte das Kino als erstes Haus in Kempten auf CinemaScope um. Die Projektoren wurden mit Klangfilm-Magnettongeräten ausgerüstet, und die bisherige Verstärkeranlage wurde durch eine neue Eurodyn-Anlage der Klangfilm ersetzt. Als erster Film wurde „Das Gewand" gestartet. Der Zuschauerraum wurde gleichzeitig renoviert und hatte jetzt Acella-Bespannungen in Grün und Gold. N5499
Laut "Kinowiki" spielte das Kino bis 1980, in den Kinoadressbüchern gab es aber schon zuvor keine Eintragungen mehr.


Ansicht 30er-Jahre (Bildquelle. Postkarte)

Saal 1949 (Bildquelle: Filmwoche 48/1949)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 24.05.2020