EMELKA - THEATER IM HOCHHAUS

Köln (Nordrhein-Westfalen), Hansaring 97-103

eröffnet: Ende September 1926              L26212
geschlossen: 1942
Sitzplätze: 1200 (19269 - 1152 (1940)
Architekt: Jacob Koerfer
Betreiber:
Münchener Lichtspielkunst-A.-G. (Emelka), München
Kölnische Haus- und Grundstücksverwaltungs-GmbH
Paul Rusche, Düsseldorf
1926-1932
1933-1934
1935-1942
Kinoname: Emelka-Theater im Hochhaus
neuer Kinoname: Hansa-Theater im Hochhaus

Den Turm des 1924-1926 neuerbauten Kölner Hochhauses am Hansaring zierten als leuchtender Kranz die 1,70m hohen Lichtbuchstaben "Emelka-Theater", die auch aus entfernteren Straßen und vom anderen Ende des Rings Neugierige herbeilocken sollten.
Das Publikum betrat zuerst die meergrüne, durch rotmarmorne Pfeiler gegliederte Vorhalle. Von hier aus gelangte man in das Foyer im Stil einer Festhalle. Man konnte dann einen Blick nach rechts in das intime Theatercafé - ein lichtblaues Schmuckkästchen mit winzigem Tanzparkett - werfen. Eine breite Glastür führte in die kleineren Wandelgänge und zum Treppenaufgang des Ranges. Große Spiegel erhöhten die Wirkung des Lichtes. Der blonde Marmor reichte bie zur Decke.
Dunkelrot getöntes Palisanderholz bedeckzte im Theater die Wände bis fast zur Decke, die golden über dem Raum strahlte. Der Rang war dreiseitig durchgeführt. Nicht nur die 150 Logensessel, sondern alle 1200 Sitzplätze waren gepolstert und mit rotem Samt bezogen. Erhellt wurde der Raum mit 80000 Kerzenstärken. Das halbverdeckte Orchester bot 120 Musikern Platz.
Zur Eröffnung begrüßte Kommerzienrat Scheer nach einer künsterich dargebotenen Ouvertüre des 20 Mann starken Orchesters als Vertreter der "Emelka" die geladenen Gäste. In seiner Rede betonte er, das in Deutschland nicht nur kommerzielle Filme gedreht werden sollten, vielmehr habe nur der das Recht, Filme herzustellen, der Filme mit "Familiensinn und Liebe zum Vaterland fördern helfe". Dafür applaudierte das Publikum dem aufkommenden Zeitgeist entsprechend... Der Eröffnungsfilm "Der Jäger vom Fall" lag dann wohl genau auf der gewünschten Linie, der Reporter der "Lichtbild-Bühne" hätte sich jedoch einen niveauvolleren Film zum Auftakt gewünscht. L26253
Nach dem Rückzug der "Emelka" 1932 fungierte die "Kölnische Haus- und Grundstücksverwaltungs-GmbH" als Betreiber. Sie änderte den Namen des Lichtbildtheaters in "HansaTheater". Mit dem Unzug der Firma nach Berlin errlosch auch ihr Interesse am Kino und Paul Rusche aus Düsseldorf übernahm die Regie des Hauses bis 1942.
Nach seiner Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs unterblieb sein Wiederaufbau. des Kinos. Das Hansa-Hochhaus jedoch ist nach wie vor existent.
Weitere Informationen und Bilder auf der großartigen Webseite "Köln im Film".

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Datum der Erstellung/letztes Update: 01.09.2018