ULI (Union-Lichtspiele)

Köln - Mülheim (Nordrhein-Westfalen), Frankfurter Str. 43/47

eröffnet: 14.10.1939 - 03.12.1948 (Wiedereröffnung)
geschlossen: 1969
Sitzplätze: 750 (1939) - 730 (1952/1967)
Architekt: Heinrich Kürten
Betreiber:
Gustav, ab 1948 Christel Ludwig 1939-mind.1967



Architekt und Besitzer des Grundstücks Heinrich Kürten erbaute das Kino mit einer Breite von 16,5 m  und 30 m Länge. Der Zuschauerraum war rechteckig und zu den Logen und Rängen hin ansteigend. Die Bestuhlung wurde rundförmig angeordnet. "An die Stelle von zwei Ladenlokalen kommt die Vorhalle mit der üblichen Filmpropaganda; sie ist durch einen Mittelpfeiler unterteilt und hat eine Breite von 7,50 m. Zwei Glaspendeltüren trennen die Vorhalle, in der sich Kassenhaus und Kleiderablage befinden, von der Straße ab. (...) Die Beleuchtung sämtlicher Räume erfolgt durch indirektes Licht." (Quelle: Film-Kurier 24.4.1939)
Zur Eröffnung lief der Film "Schneider Wibbel", ebenso spielte "das Musikkorps eines Fliegerhorstes Ouvertüren und Märsche und brachte beides aufs beste zu Gehör." (Quelle:Film-Kurier vom 1.11.1939)
Der Betreiber Gustav Ludwig war zuvor schon in den "Fortuna-Lichtspielen" tätig.
Das Kino wurde am 29.10.1944 mit der gesamten Inneneinrichtung vernichtet, nur die Umfassungsmauern und der Bildwerferraum standen noch. 1948 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Nach der temporären Nutzung als Varietétheater begann am 3. Dezember 1948 der neuerliche Kinobetrieb. Die Außenfront mit ihren Schaukästen zog das Interesse der Passanten auf sich. Nach der geräumigen Kassenhalle folgten ein Garderoben- und ein Zwischenraum, ehe man den weiten Saal betrat. Hier befanden sich Logen mit Stahlrohrsesseln, eine 5 Meter tiefe Bühne und breite Umgänge. Das Theater besaß keinen Balkon. Der Vorführraum wurde mit zwei Ernemann b-Projektoren bestückt. Ab 13:15 wurden 4 Vorstellungen geboten. Es gab vier Platzkategorien zu von 1,15 bis 1,90 Mark.
Nach mehrtägiger Spielpause konnte Gustav Ludwig sein Kino, von innen und außen gründlich modernisiert, zur Jahreswende 1955/1956 wieder ihrer Bestimmung übergeben. Im Zuge der Renovierung wurden die Lichtspiele  auf die Vorführung von Cinemascope- und Breitwandfilmen umgestellt. Zur Aufstellung gelangten eine Klangfilm-Verstärkeranlage Type G 11, SAF-Selengleichrichter „Orion 80" und eine 4,20 mal 10,40 Meter große Ideal II-Breitwand. Die vorhandenen Projektoren wurden mit Bauer-HI 75 B-Lampen sowie ISCO-Objektiven und Möller-Anamorphoten bestückt. 
N5604 
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Datum der Erstellung/letztes Update: 12.08.2019