NEUES  THEATER

Krefeld (Nordrhein-Westfalen), Dissemer Str. 90

eröffnet: 05.01.1929 / 03.11.1948 (Wiedereröffnung)
geschlossen: 18.03.1965
Sitzplätze: 550 (1929) - 528 (140) - 593 (1952) - 522 (1962)
Architekt: Artur Gerard (Umbau 1954)
Betreiber:
Frankholz & Peis
Rheinische Lichtspiele
Nordtonlichtspiele Leo Peis
Heinz Westkamp
Richard Fellen ? (Name unleserlich)
1929
1930-1933
1934-mind.1942
1948-mind.1962
1965
Kinoname: Theater ohne Namen


neuer Kinoname: neues Theater


Das Kino wurde 1929 mit dem Film „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ eröffnet. Da man anscheinend keinen Namen für das neue Theater fand, nannte man es einfach "T.O.N", was für "Theater ohne Name" stand.
Beim Bombenangriff am 22.6.1943 wurde das Kino zerstört. Als letzter Film lief „Du gehörst zu mir“ mit Willy Birgel.

Im Jahre der Währungsreform wurde das Kino auf einem Trümmergrundstück neu errichtet und am 3. November 1948 unter dem schlichten Namen "Neues Theater" eröffnet. Der erste Film - zu dem 1200 Gäste in drei Vorstellungen strömten - war damals Christian-Jaques Berlioz-Biografie "Symphonie der Liebe".
Rings um das Haus war zu diesem Zeitpunkt noch ein weites Trümmerfeld. Ein weitläufiges Foyer empfing den Besucher in hellen, lichtdurchflutetem Ambiente, dessen ruhigen Linien sich mit hellen, freundlichen Farben vereinten.
Im Vorführraum arbeitet man mit Ernemann VIIb-Maschinen mit Backlicht, die mit einer Klangfilm-Anlage gekoppelt waren. Im Kinosaal sorgte eine Klimaanlage für Temperierung. W4817
Auf den Eröffnungsfilm folgten mit "Im Fiever der Liebe" und "Adieu Chérie" weitere französische Produktionen. Das Konzept, in täglich drei Vorstellungen nur wertvolle, interessante und vieldiskutierte Filme zu zeigen,hielt Betreiber Heinz Westkamp bei, war aber nicht immer eine Serie geschäftlicherr Erfolge. N5857
Nach einer Renovierung 1954 präsentierte sich das Kino mit neuer Innenraum-Gestaltung. Architekt Artur Gerard, der sein Können schon beim Neubau des Düsseldorfer “Capitol” unter Beweis stellte, gab auch diesem Lichtspielhaus einen aparten Charakter. Die Wände im Zuschauerraum waren in Schwarz-Weiß ,gehalten; in reizvollem Kontrast standen hierzu 580 mit leuchtend rotem und gelbem Kunstleder gepolsterte Kino-Sessel. E5409 N5420

Quelle u.a:  Krefelds Kinogeschichte

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Datum der Erstellung/letztes Update: 23.05.2019