LI - LI (Lindenfels - Lichtspiele)

Langen (Hessen), Bahnstr. 25

röffnet: 26.04.1919 - 12.03.1949 (Wiedereröffnung)
geschlossen: 1969
Sitzplätze: 210 (1920) - 600 (1950/1967)
Architekt:
Betreiber:
Jakob Meckes
Christof Dietzel
Elisabeth Hasselblatt
1919
1920-1921
1949-mind.1967



Jakob Meckes hatte in dem Kopf-an-Kopf-Rennen, wer es denn nun schaffen würde, im Ort das erste Kino zu eröffnen, knapp die Nase vorne. Stolz nannte er seinen Vorführungsort das „Erstes Langener Lichtspieltheater“. Dieses war in seinem Gasthaus „Zum Lindenfels“ in der Bahnstraße 25 untergebracht; die Filme wurden in einem Saal, der über dem Schankraum lag, gezeigt. Ob Meckes das Kino selbst betrieb, ist unklar - im Kinoadressbuch 1920 wird Christof Dietzel als Betreiber genannt. Jakob Meckes hatte zwar im Rennen um die Einrichtung der ersten Langener Spielstätte gesiegt, aber ihm ging auch schnell der Atem aus. Am 16. April 1921 - nach gerade zwei Jahren - fiel im „1. Langener Lichtspieltheater“ der vorläufig letzte Vorhang.
Erst 1949 hieß es an gleicher Stelle wieder: „Vorhang auf“ in dem ljetzt "Lindenfels-Lichtspiele“ genannten Saal. Das Theater bekam außer Logen im Parkett einen Rang. Die Bühne fiel mit 12 Metern Breite und 9 m Tiefe recht großzügig aus. Es waren dementsprechend auch Aufführungen der "Städtischen Bühne Frankfurt" geplant. Im Vorprogramm der Filmvorführungen waren Kabarett und Artistik vorgesehen.
Die Nachkriegsbetreiberin Hasselblatt stammte aus der traditionsreichen Familie Höhn, die schon 1907 eines der ersten Frankfurter Kinos - das §Edison-Theater" in der Schäferstraße - eröffnete und vor dem 2. Weltkrieg in Offenbach und Frankfurt ("Central" an der Konstablerwache) aktiv war.
W4906
Quelle u.a: op-online.de
Bilder finden Sie hier.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 12.09.2019