SCHAUBURG

Malchow (Mecklenburg-Vorpommern), Kirchstr. 13

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Die Geschichte der Schauburg beginnt 1937 mit der Gründung durch Gustav Ruflair in der Kirchenstraße 13. Das dort noch heute existierende Hotel „Deutsches Haus“, welches der Familie Ruflair gehörte, muss damals noch einen Saal gehabt haben, der im ersten Obergeschoss lag, denn ein alter Malchower, der damals 1937 sechs Jahre alt war, erzählte, dass er die Treppen nach oben gehen musste zur Kindervorstellung. Sicherlich wurde der Saal hernach zu Hotelzimmern umgebaut. Ich selbst erinnere mich, dass es noch 1964 zwar keinen Saal mehr gab, aber am rechten Giebel eine eiserne Außentreppe (vorgeschriebene Feuertreppe?).. Über dem Eingang zu Hausmanns  Lokal unter dem Balkon stand damals noch in Frakturschrift der Name Paul Ruflair. Paul Ruflair war es auch, der 1938 die SCHAUBURG in die alten Brauereiräume, die auch als Bonbonfabrik gedient hatten, verlegte. Das Kino bestand dann bis zum Neubau des Filmpalastes. Anschließend nutzte es die Mosterei Klein („Trinkt Klein`s Apfelsaft!“) als Annahmestelle für die Lohnmosterei. Zuletzt konnte man in den Räumen Sekundärrohstoffe abgeben. „Altstoffe sind Rohstoffe!“, lautete die Devise der DDR-Wirtschaft unter dem Symbol von „Rumpelmännchen“, einem Gnom mit Schlapphut, der einen Rucksack trug, aus dem alte Zeitungen und Flaschen ragten. Die Gebäude wurden später abgerissen. Das schmucke Brauerei-Wohnhaus mit dem Balkon im Mittelrisalit brannte ab. Das Grundstück wurde neu bebaut. Apotheke.
Weitere Bezeichnungen für das Brauereigrundstück: Brauerei, Bonbonfabrik, Haus von Oskar Busse.



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