ATLANTIC  CITY

München (Bayern), Schillerstr. 3

eröffnet: 1949
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 817 (1949/1972) - 370/265 (1973/1982) - 175/125 (1983) - ca. 200 in 6-7 Räumen (1985/2016)
Architekt: Richard Böck
Betreiber: Marie Grädinger                                     1949-1967           Kinoname: Schiller-Filmtheater
Ufa                                                         1968-09/1977     neuer Kinoname: Ufa Schiller-Theater, ab Oktober1976. Schiller-Bar
Blue Movie FT (Beate Uhse)                  seit Sept. 1977     neuer Kinoname: Blue Movie, seit 1985 Atlantic City

Wer das "Erotik Entertainment-Center" im Münchner Bahnhofsviertel sieht, wird kaum ahnen, das der Ursprung des Hauses ein repräsentatives Filmtheater der 50er-Jahre (genauer gesagt: Eröffnung Dezember 1949) war.  Besonderheiten des von Familie Grädinger betriebenen Kinos war eine Leinwand aus Gips mit hundertprozentigem Reflexionsvermögen aowie eine eigene Hochpannungsstation (wohl im Misstrauen auf die öffentliche Nachkriegsstromversorgung?). Im Vorführraum befans sich eine komplette Philips-Apparaturanlage in "Luxusausführung".
In den 50ern spielte man hauptsächlich Western und Abenteuerfilme in Erstaufführung  für die Laufkundschaft des Bahnhofsviertels. Am 5.10.1954 flimmerte mit "Fluß ohne Wiederkehr" ertmals ein CinemaScope-Film über die neue Leinwand des Theaters.
Ab 1973 spielte man dann (wie zuvor schon in anderen Kinos in Bahnhofsnähe) Sexfilme. Die Ufa übergab dann konzequenterweise das mittlerweile geteilte Kino an den Beate Uhse-Konzern. Unter dessen Leitung besteht es auch noch 2016  mit 6 Videosälen weiter.


Ansicht 1952 (Bildquelle: Der Neue Film 1952)


Saal 1949 (Bildquelle: Der Neue Film 1/1950)

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