ROLAND - THEATER

Münster (Nordrhein-Westfalen), Bahnhofstr. 20/22

eröffnet: 17.07.1920  L2033
geschlossen: 2001
Sitzplätze: 1000 (1934) - 1065 (1958/1970) - 877 (1978) - 611/106/80/60 (2000)
Architekt: Krusemark (1920) - Hanns Ostermann (Umbau 1940) - Hanns Ostermann & Werdo Lange  (Neubau 1951)
Betreiber:
Waldemar Klawonn
Rolandshof KG Gf: Georg Lehmann
Christian Winter
Emelka, München Gf: Georg Lehmann
Franz Müller, München
Kuno von Meerscheid
Westdeutsche Filmtheater, Düsseldorf
Münstrische Filmtheater
1920
1921-
1924
1925-1933
1933-ca.1960
ca.1961-mind.1971
mind.1978-Mitte 80er
Mitte 80er-2001
    
N5785                                 

Einen Überblick über die Geschichte des Hauses finden Sie auf der Webseite.

Nachdem das Kino im Krieg zweimal zerstört wurde, baute man es 1950 in den alten Ausmaßen wieder auf. Der Zuschauerraum bot sich in Form eines Halbrunds dar, das alle Blicke auf die große Schaufläche lenkte. Breite Treppenaufgänge führten zum Balkon.Aus kreisrunden Deckenprofilen erhielt der mit feinen Goldstreifen abgesetzte, ganz in mildem Weiß gehaltene Raum ein warmes, indirektes Licht, welches von Starkstrom-Neonröhren erzeugt wurde. Zusätzliche Wandleuchten mit mattierten Glaskelchen, Vertäfelung aus graubraunen Edelhölzern und ein weinroter Bühnenvorhang vervollständigten die Innenarchitektur. Der wannenförmig angelegte Parkettfußboden und die auf Luke gestellten, gepolsterten  Kinosessel gestatteten einwandfreie Sicht. Das Kino besaß Raucherlogen mit schiebbaren Glaswänden.  FK4303 N5136  N5147

Franz Müller ließ sein Theater 1953 durch Einbau von zwei Zeiss-Ikon-Kinomaschinen der Type Ernemann X mit 1800-m-Trommeln und Synchron-Einrichtung durch Interlokmotore sowie durch Anbringung einer metallisierten Projektionswand auf den neuesten Stand der Technik bringen. Das Theater war damit in der Lage, 3-D-Filme nach dem Zweiband-Verfahren vorzuführen. Einer der schon vorhandenen Ernemann-VII-B-Projektoren blieb im Bildwerferraum, um zur Vorführung der Wochenschau und des Beifilms benutzt zu werden.  W5323


Ansicht ca. 1920 (Bildquelle: Postkarte)  - Vielen Dank an Jörg Ostheimer für das Foto



Saal 1951 (Bildquelle: Der Neue Film 47/1951)

Saal 1951 (Bildquelle: Filmwoche 47/1951))

Saal 1955 (Bildquelle: Der Neue Film 45/1955)
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