GLORIA

Neuss (Nordrhein-Westfalen), Niederstr. 57-61

eröffnet: 1906
geschlossen: 30.12.1998
Sitzplätze: 452 (1918) - 413 (1934/1940) - 438 (1949) - 898 (1951/1962) - 557/94 (1978) - 640/102 (1997)
Architekt: Willi Gilges (Neubau 1951) - Hanns Rüttgers, Düsseldorf (Umbau 1966)
Betreiber:
Aug. Nehren
Franz Peiß, Krefeld
Otto Lettau
Kleinkinogesellschaft, Moritz & Bornscheuer
Niederrheinische Lichtspiel GmbH
Ernst Schneider
E. Bornscheuer
Gertrud, später Georg Wieczorek
mind.1917-1919
1920-1921
1921-1927
1928
1929-1932
1933
1934-ca.1937
1937-1998
Kinoname: Biophon-Theater

neuer Kinoname ab ca. 1925: Alhambra
A2132  




neuer Kinoname: Gloria                                                               

Schon ab 1906 wurden in diesem Haus Filme vorgeführt. Nach mehreren Namensändeungen ging das Kino 1937 an die Familie Wiczorek über, die das Haus bis zur Schließung leiten sollte.

1951 wurde das Kino im vergrößerten Format erneurt eröffnet. Der mit Kirschbaumholz verkleidete Zuschauerraum war in den oberen Wandpartien mit bordeauxrotem Stoff bespannt. Die Bestuhlung passte sich in ihrer dunkelbraunen Tönung - ein kleiner Teil war mit roter Polsterung versehen - der Farbgebung des Raums an. Die Stirnseite des Theaters beeindruckte mit der schweren, goldgetönten Bühneneinfassung. Zwei riesige ornamentale Masken und Schmuck-Spiralen rechts und links neben der Bühne erhöhten die Wirkung. Die mit einem Vorhang aus Altgold ausgestattete Bühne war 5m tief und 20m breit. Der Bildwerferraum wurde unterhalb des Balkons angeordnet. Er war mit zwei Bauer B8-Maschinen und Jovi-Röhrengleichtrichter ausgestattet. Die indirekte Saalbeleuchtung bestand aus Niederspannungs-Leuchtstoffröhren, die stufenlos verdunkelt werden konnten.
Frau Wiczorek leitete zum Zeitpunkt der Eröffnung auch das Düsseldorfer "Victoria".

Am 13. August 1966 wurde das Theater nach grundlegender Umstellung erneut der Öffentlichkeit übergeben. Es wurde eine größere Leinwand von 14x7 Meter installiert. Hierdurchwart es möglich, sämtliche Filmformate zu projizieren. Um die Leinwand unterzubringen, war eine größere Innenraumgestaltung notwendig. Er präsentiert sich nun mit einer dunklen Decke und hellen Wänden, unterstützt von einer neuartigen, modernen Beleuchtungsanlage. Das Fassungsvermögen wurde reduziert, um eine bessere Sicht und bequemes Sitzen zu ermöglichen. Das vorhandene Orchester wurde überbaut und eine Vorbühne geschaffen. Um auch Bühnengastspiele bringen zu können, wurde die neue Leinwand in voller Breite klappbar gemacht. E8885
Als in den 80ern der Trend hin zum kleinen Haus für Studiofilme ging, bauten die Wieczoreks das seit dem Neubau der Stadthalle ungenutzte Bühnenhaus in ein weiteres kleines Kino um.
Nach der Schließung 1998 zog eine Bankfiliale in das Gebäude ein.

Einen Artikel über das Kino lesen Sie hier

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