BURGTHEATER

Nürnberg (Bayern), Bucherstr. 39

eröffnet: 1951
geschlossen: 1962
Sitzplätze: 600 (1955) - 507 (1962)
Architekt: Ludwig Amann, Nürnberg
Betreiber:
Leon Aron

Im westlichen Stadtteil Nürnbergs entstand nach modernsten technischen Richtlinien in günstiger Lage unter der Bauleitung des bekannten Theater-Architekten Ludwig Amann 1951 das neue Burgtheater, dessen Leitung in Händen des Besitzers Leon Aron lag. Zwei haushohe Neonsäulen, deren obere Enden zu einer Krone verschlungen waren, lockten den Zuschauer an. Durch eine Passage gelangte man in ein mit Marmorfliesen ausgeleges Foyer, in dem sich eine Garderobe und ein Süßwarenstand befanden. 600 hochgepolsterte Stühle - davon 40 mit bequemen Schwinglehnen in drei Logen -  boten volle Bequemlichkeit. Der gesamte Zuschauerraum wurde aus akustischen Gründen mit Glaswolle-Polterung und einem Acella-Bezug verkleidet. Die in Grün und Gold abgestufte Decke erhielt durch zwei Lichtvouten eine dezente Beleuchtung. Im Vorführraum standen zwei Ernemann X-Maschinen, die zusammen mit der Uniphon-Tonanlagefür einwandfreie Bild- und Tonwiedergabe sorgten. Die eingebaute Klimaanlage gewährleistete einen siebenmaligen Luftwechsel in der Stunde. Erstmalig wurde eine wechselbare Gas-Kohlen-Heizung für den Kinobau verwendet. Die Bildfläche war mit 4,30 x 6,15 m die größte in Nürnberg und wurde oft zur Vorführung von Monumentalfilmen genutzt.. Zur Eröffnung lief „Mutter sein dagegen sehr". W5138N5140
1955 stellte das Kino auf Breitwand (11 mal 5,5 m) um.. In vier Tagen waren die Umbauten - Vergrößerung der Bühne und Einbau von Magnetton - vollzogen. Leo Aaron richtete jetzt erst recht seinen Spielplan auf die amerikanischen CinemaScope-Filme aus. Die Neueröffnung des umgebauten Hauses mit „Weiße Weihnachten" in VistaVision brachte ein Rekordgeschäft. N5503
1963 wurde das 600-Plätze-Haus an eine Konsum-Genossenschaft verkauft.


Saal 1951 (Bildquelle: Filmwoche 38/1951)

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