MUSEUM - KINOS

Nürnberg (Bayern), Lessingstr. 6

eröffnet: 1926
geschlossen: September 2008
Sitzplätze: 343 (1927) - 550 in zwei Sälen (1928/1934) -  240 (1950) - 333 (1958/1978) - 102/102 (1983/1989) - 82/82 (2005)
Architekt: Ludwig Ammann (Renovierung 1952)
Betreiber:
Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft
geschlossen
Kurt Schlesinger & Arthur Schopf
Otto Kunze (oder Fritz Lottes?) Gf: Egon Lottes
Leonhard Wagner
Hans, später Hildegard Vogel
Manfred Rölz
Konrad Hofmann, Stein
1926-ca.1935
ca.1936-1945
1945-1951
1952-1955
1956-27.8.1958
28.8.1958-1982
1983-mind.2000
2005
Kinoname: Kulturfilmbühne im Verkehrsmuseum

neuer Kinoname: Museum-Kino


E5880 

                                                                   

Die Vorläufer der Museum-Lichtspiele sind 1925 als Bildungseinrichtung des Verkehrsmuseums (DB Museum im Verkehrsmuseum) entstanden. Zuerst trug das Kino den Namen 'Volksbildungslichtspiele', später wurde es in 'Kulturfilmbühne' umbenannt. Betreiberin war die Reichsbahndirektion. Ende der 1920er-Jahre kam ein zweiter Saal dazu, zu diesen Zeiten eine Seltenheit. In den 1930er Jahren wurde das Kino mehrmals wegen zu hoher Zuschüsse geschlossen. Ab 1933 war das Programm streng auf NSDAP-Linie: Die "Lichtbild-Bühne schrieb in einem Artikel in ihrer Ausgabe 211/1934 begeistert, das auch der Führer dieses Kino schon besucht hatte. Ab September dieses Jahre lief konsequenterweise "Deutschland, mein Deutschland" über die "Bewegung", danach "Feuer und Eis".

Als "Museum-Kino" wurde es schon 1945 wieder eröffnet und ging bald in private Hand über. Kinoleiter Egon Lottes baute das Haus 1952 um, nachdem es sein Bruder Fritz erworben hatte. Er schuf einen neuen Eingang in unmittelbarer Nähe des "Lessing-Theaters" und des Opernhauses. Das ebenfalls neue Foyer war neonbeleuchtet. Anstatt der Holzstühle erwarteten den Besucher nun gepolsterte Sitze. Eröffnet wurde das Haus mit "Geschlossene Gesellschaft" - für alle Bürger...
E5211+13 E5305

Größere Umbauarbeiten standen 1957 an: Ein- und Ausgänge wurden verlegt, aus bisher 352 Plätzen wurden 333. Das Foyer wurde mit schwarz-rotem Acella ausgestattet. Der Saal erhielt eine "Sonora Plastik-Bildwand" in der Größe 7 x 3 m, CinemaScope-Vorführungen waren jetzt möglich. . Ein gelb-schwarzer Algor-Vorhang erstreckte sich über die ganze Bühne.   W5803  E5816

1958 nannte man das Kino in "Museum-Filmkunst-Theater" um, nachdem man Mitglied in der "Gilde deutscher Filmkunst-Theater" geworden war. Erste Filme im neuen Programmkonzept waren "Arsen und Spitzenhäubchen", "Die Dreigroschenoper",  "Die Jungfrau auf dem Dach", "Der Idiot", "Das Lied von Bernadette", "Genie und Wahnsinn" sowie "Das Höllentor".  W5818

1983 wurde es, dem Trend folgend, in zwei Häuser mit je 102 Sitzplätzen aufgeteilt. Zuletzt war es ein Repertoirekino für gehobene Ansprüche.


Quelle u.a.: Stadtlexikon Nürnberg

   
Vielen Dank an Thorsten Harwardt für die Bilder von 2010

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