URANIA

Peine (Niedersachsen), Luisenstr. 2

eröffnet: 1951
geschlossen: ca. 2008
Sitzplätze: 520 (1951) - 600 (1956) - 415 (1981) - 398 (1992) - 350 (1997) - 340 (2011)
Architekt: F. Filipschak, Peine - G. Schulz-Franke, Osnabrück (Umbau 1956)
Betreiber:
Gerhard Krück, Bremen
Peter Lorenzen
Wilhelm Wöhler
Rolf Stadelmann
B&B Veranstaltungs- und Gastronomieservice
FTB Zippe/Schmid
1951-April 1956
Mai 1956-mind.1970
ca.1981-1984
1985-mind.1993
1996
1997-ca.2008

Das Industriestädtchen Peine bei Hannover erhielt mit dem Urania-Theater Anfang 1951 das dritte Lichtspielhaus. Inhaber des schon äußerlich repräsentativen, 510 Personen fassenden Gebäudes war Herr Gerhard Krück, der in Bremen, Nordenham und Leer mehrere bereits Lichtspieltheater besaß. Die betont schlicht gehaltene Kassenhalle sollte später zu einem großen Foyer erweitert werden. Der Zuschauerraum war in grau-roten Farben gehalten, an der aus Heraklitplatten bestehenden Decke befand sich eine Deckenkrone, die die indirekte Voutenbeleuchtung verstärkte. Das Gefälle und die übersichtliche Anordnung der Bestuhlung sorgen für unbehinderte Sicht. Im Vorführraum befanden sich zwei Rechts- und Linksmaschinen von Schneider & Sohn, Essen, und eine Philips-Verstärkeranlage. Eine Gasluftheizung vervollständigte die technische Einrichtung.  W5118
Bei Umbauarbeiten, die 1956 nach Betreiberwechsel vorgenommen wurden, wurde die Kassenhalle - wie schon 1951 angedacht - erweitert. Der modernisierte und auf 600 neu bestuhlte Sitzplätze erweiterte Zuschauerraum erhielt eine 17 Meter breite Bühne. Die Wände waren jetzt in Blau und Gelb (Seidenleinen), die Decke gelbgerastert auf schwarzem Grund gehalten. Die Firma Bernhard Kaczmarek, Hamburg, installierte eine neue Telefunken-Verstärkeranlage und eine 14 Meter breite Bildwand. N5674

Ende der 70er-Jahre scheint das Kino nicht in Betrieb gewesen zu sein - jedenfalls wird es erst ab 1981 wieder in den Branchenadressbüchern genannt.
Obwohl das Kino schon seit 2011 geschlossen ist (nachdem es auch die Jahre zuvor nur noch sporadisch spielte), wird es auf der Homepage der Betreiberfirma, die nach wie vor das "Astoria" bespielt, nach wie vor erwähnt. Gerüchten zufolde soll es auch wiedereröffnet werden (Stand 2018).


Saal 1956 (Bildquelle: Der Neue Film 74/1956)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 17.12.2018