EIFEL - KINOCENTER

Prom (Rheinland-Pfalz), Tiergartenstr. 41

eröffnet: 11.10.1940
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 420 (1950) - 418 (1983) - 200/88 (2013)
Architekt: Hanns Rüttgers (Wiederaufbau 1949/1950)
Betreiber:
Gertrud Gaebges, Bedburg
Maria Poppa
Gertrud Gaebges
Maria Poppa
Erika Mirkes
Daniela und Theo Riewer
1940-ca.1945
ca.1946-1958
1959-1960
1961-1983
1982-1984
seit 1985
 Kinoname: Schauburg




neuer Kinoname: Eifel-Kinocenter                                                                

Mitten im zweiten Weltkrieg wurde die "Schaubueg" in Prüm eröffnet. Ein ungewöhnliches Datum, das sich aus dem "Boom" der Stadt als Munitionsschmiede  erklären lässt. Ebenso ungewöhnlich die Zerstörung des Kinos: Nicht wie 1000 Andere im Krieg sondern bei der Explosionskatastrophe in einem Munitionslager im Kalvarienberg nordwestlich der Stadt. Die Ursache der Explosion, bei der die Stadt stark zerstört und 12 Menschen getötet wurden, konnte nie geklärt werden. Der bis heute sichtbare Explosionskrater ist einer der größten, die von Menschenhand verursacht wurden.
Mit dem Wiederaufbau wurde sofort begonnen, so das bereits am 2. Februar 1950 der erste Film im neuen Kino gezeigt werden konnten. Eine Freitreppenanlage führte durch zwei Pendeltüren in die geräumige Kassenhalle. Solnhofner Platten als Fußboden und Wandsockel  sowie eine geschmackvolle Tapete und indirekte Beleuchtung gaben dem Raum eine Note. Über den Umgang mit Steinholzfußboden sowie eingebauten Schauvitrinen gelangte man zum Theaterraum. Eine stark profilierte Kassettendecke hatte Metallsterne in den Mittelfeldern . Die Wandbespannung war aus Velvet, ein Limba-Holzsockel verbarg die indirekte Beleuchtung und die Besucher konnten auf Klappstühlen Platz nehmen. Der Raum besass eine ausreichende Saalschräge.Eine große Bühne mit angebauten Umkleide- und Garderobenräumen ermöglichte auch andere Veranstaltungen. W5006
Die Geburtsstunde des neuen Eifel-Kino´s war im Mai 1985. Mit viel Arbeit und Elan wurde aus der "Schauburg" das Eifel-Kino Prüm. Mit neuster Technik ausgestattet und als Raucherkino starteten Daniela und Theo Riewer in die Selbständigkeit.
1990 wurde dann durch den Bau des zweiten Kinosaals das Eifel-Kino-Center geboren. Diese Entwicklung war für den Fortbestand des Betriebes enorm wichtig, konnte man nun ein breit gefächertes Kinoprogramm anbieten.
Es folgte die Neugestaltung des Foyers mit einer vergrößerten Theke und entsprechend mehr Anbebot. In all den Jahren gab es immer wieder besondere Events, wie z.B. Kindertheater, Filmkunsttage, Kirche im Kino, Frauenprojekte, Live Konzerte, Kino-Vino oder auch Cabarret.
Im Jahre 2007 startete man den ersten Versuch mit der digitalen Technik, was aber leider nach 9 Monaten wieder eingestellt werden musste, da zu dieser Zeit leider zu wenige Filme in Digital lieferbar waren. Erst 2009 im November konnte man mit dem Film "AVATAR" entgültig in das digitale Zeitalter einsteigen und setzte mit der 3D-Technik neue Maßstäbe.
Quelle u.a. Wikipedia und die Homepage des Kinos.

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