BAVARIA

Regensburg (Bayern), Speichergasse 1

eröffnet: Oktober 1950
geschlossen: ca. 1998
Sitzplätze: 516 (1950/1962) - 494 (1967) - 368 (1978) - 307/101/100  (1993) - 368 (1978)
Architekt: Peter Feile, München
Betreiber: Ludwig Scheer & Co. KG, Würzburg    1950-mind. 1967
Planie FTB, Reutlingen                           mind.1978-

Der Würzburger Kinobetreiber Ludwig Scheer, der bis 1933 auch Präsident des Reichverbands Deutscher Lichtspieltheaterbesitzer war, eröffnete im Herbst 1950 das "Bavaria"-Kino in Regensburg. Schon vor dem ersten Weltkrieg hatte es in Regensburg Kinos mit gleichem Namen gegeben, die allerdings nichts mit dem Nachkriegskino zu tun hatten.
Das Kino entstand durch den Umbau des Saales in dem Hotel Karmeliten an der Maximilianstraße, Ecke Speichergasse, einer der frequentiertesten Lagen der Stadt. Die Aussenfront wurde abends von der Neonlichtbeleuchtung beherrscht. Das Haus empfing im Inneren mit drei großen Vorräumen, aufgegliedert in Vorraum, eine 20m lange Kassenhalle mit eleganten Ausstellungsvitrinen sowie ein Foyer, in dem sich die Garderobe sowie drei Zugänge zum Parterre des Thesters befanden, während man von der Kassenhalle aus über eine Marmortreppe mit kunstgeschmiedetem Geländer zum intimen Balkon hinaufstieg.. Das Foyer mit seinen Wandspiegeln, Spiegeltischen, Wandlampen und einer stilisierten Wandmalerei bot einem angenehmen Aufenthalt vor der Vorstellung. Bei der Architektonik des Zuschauerraums mit 516 Hochpolstersitzen fiel zuerst die wellenförmig angelegte Decke auf, die indirekte Beleuchtung ausstrahlte. Die Wände waren bis zu einer Höhe von 2,30 mit Holz verkleidet und anschließend mit grünem Seidendamast bespannt.
Die technische Ausrüstung bestand aus zwei Ernemann-VII-B-Maschinen und einer Uniphon-Lautsprecheranlage
1979 wurden zwei weitere Kinos in den Komplex eingebaut. Der Kinocenter bestand dann bis 1998.


Foyer 1950 (Bildquelle: Der Neue Film 42/1950 - Ernst Berger)

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