CAMERA ZWO

Saarbrücken (Saarland), Futterstr. 5-7

eröffnet: 1951
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 1370 (1952) - 120/413/12799/225/105/94/84/35 (1987)
Architekt: Bernhard Schultheis
Betreiber: Saarfilm          1951-2005                            Kinoname bis 2005: Scala

1951 eröffnete in der Saarbrücker Futterstraße das damals größte Kino im südwestdeutschen Raum: Das Scala-Theater. Mehr als 1300 Besucher fanden in dem riesigen Saal und auf dem Balkon des Scala-Theaters Platz. Es war die Zeit, bevor die heute üblichen Breitbildformate 1:1,66 und 1:2,35 entwickelt wurden. Die Leinwand auf dem oberen Foto hat noch das Format 4:3. Im Scala-Theater fanden damals glanzvolle Filmpremieren, auch in Anwesenheit berühmter Schauspieler, statt.

Mit dem Aufkommen des Fernsehens wurde der Saal mit den vielen Plätzen dann leider zu groß. Eine Decke wurde eingezogen und trennte den damaligen Balkonteil vom unteren Saal ab. In den unteren Saal wurde eine Kegelbahn gebaut, heute befindet sich dort  eine Disco. Der Balkon mit der durch die eingezogene Decke erweiteten Fläche, wurde dann zu drei Kinos umgebaut. Heute sind das die Säle 1-3 des camera zwo. 1981 wurde das Kino dann in ein Kinocenter mit 6 Sälen umgebaut.

Ende 2005 wurde das Scala dann geschlossen, um am 5. Januar 2006 unter neuem Namen und mit neuer programmatischer Ausrichtung wieder neu zu eröffnen. Angelehnt an den Namen des längst zu Geschichte gewordenen Programmkinos auf der Berliner Promenade wird hier jetzt wieder kommerzielles Arthouse-Programm geboten. Die drei großen Säle bieten Erstaufführungen anspruchsvoller Filme, in den drei kleineren Sälen laufen Prolongationen und Wiederaufführungen.
Quelle: Internetseite des Kinos, auf der auch historische Bilder zu sehen sind.


   

Bilder von 2013

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