VIKTORIA

Sprockhövel (Nordrhein-Westfalen), Mühlenstr. 2

eröffnet: 1912
geschlossen: ca.1965
Sitzplätze: 395 (1965)
Architekt: Alfred Kern jun. (Renovierung 1952)
Betreiber:
Gustav Mühlhaus jr
1912-ca. 1965



1912 gründete die Familie Mühlhaus das erste Lichtspieltheater in der westfälischen Gemeinde Sprockhövel. Am 15. August 1952 übergab Theaterbesitzer Gustav Mühlhaus nach mehrmonatiger Bauzeit ein neues, modernes Unternehmen, das 432 Sitzplätze fassende "Viktoria-Theater" in der Mühlenstraße, der Öffentlichkeit. Ein geräumiges Foyer, dessen Wände mit einer Plastikmasse bedeckt waren, bildete die ansehnliche Visitenkarte. Die Bestuhlung erlaubte von jedem Platz aus gute Sichtmöglichkeit. Die Helle Sockel-Holztäfelung harmonierte mit dem satten Grün der darüber befindlichen, gepolsterten Acella-Bespannung. Indirekte Deckenbeleuchtung gab dem Theatersaal anheimelnde Behaglichkeit. Für einwandfreie optische und akustische Verhältnisse sorgten neben der architektonischen Gestaltung moderne Vorführmaschinen der Firma Ernemann. Der Boden bestand aus Asphaltplatten, die Decke aus Dyckerhoff-Akustikplatten. Die Leinwand befand sich hinter einem goldgetönten Bühnenvorhang. Die Siemens Klangfilm-Verstärker wurden nach Generalüberholung vom alten Theater übernommen. Für Entwurf, technische Bearbeitung, Innenarchitektur und Bauleitung' zeichnete Alfred Kern jun. (Sprockhövel). Zur festlichen Premiere lief "Hanna Amon".  E5235 N5264

1955 erhielt das Kino zur Verbesserung der Bildwiedergabe zwei Zeiss Ikon Ikosol II-Hochleistungslampen mit Sammellinse. Zusätzlich zwei Zeiss Ikon-Optiken mit Antireflexbelag und eine moderne Einrichtung zur erstklassigen Wiedergabe von Diapositiven, die ebenfalls mit entspiegelten Zeiss Ikon-Optiken arbeitete.  N5546

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Datum der Erstellung/letztes Update: 31.01.2022