SCHWABEN - LICHTSPIELE

Stuttgart - Bad Cannstadt (Baden-Württemberg), Bahnhofstr. 14-18

eröffnet: April 1950
geschlossen: 31.12.1983
Sitzplätze: 581 (1950 - 579 (1957/1966) - 250 (1978)
Architekt: Julius Schnepf, Stuttgart & Oswald Bareiß, Möhringen
Betreiber: Robert Gaukler                              1950-30.04.1966
Peter Kraus & Fritz Wimmer          01.05.1966-
Fritz Wimmer                                 mind.1978-1983

Das Kino im Ortsteil Bad Cannstadt war das 24. Nachkriegskino in Stuttgart. Betreiber Robert Gaukler war ursprünglich (seit 1927) im Verleihgeschäft tätig. Die hellen Ockertöne von Wänden, Decken und Bestuhlung mit ihren diskreten Goldverzierungen ergaben zusammen mit dem lindgrünen Vorhang einen ruhigen Farbklang. Auf farbige Lichteffekte wurde verzichtet, da man mit weißer Effektbeleuchtung eine noblere Wirkung erreichen wollte. Die "Sonora"-Leinwand, auf der bei der Eröffnungsvorstellung "Polonaise" gezeigt wurde, maß 3,80x4,40m. Zur guten Akustik trugen Well-Eternit- Wände und die perforierte Holzdecke mit dahinterliegender Dämmplatte bei. Sechs Plätze in den hinteren Parkettreihen waren für Schwerhörige eingerichtet. Die dazugehörigen Kopfhörer konnte man ohne Gebühr an der Kinokasse in Empfang nehmen. Die technische Ausrüstung bestand aus zwei Bauer B VI-Projektoren. Der Profektionsraum lag nicht über dem Balkon, sondern hinterm Parkett.
Bei der Programmgestältungen wurden Erstaufführungen gemeinsam mit dem "Metropol", das zu diesem Zeitpunkt sein Varieté-Programm aufgab und auch die erste Abendvorstellung für Filme reservierte, angestrebt. N5022 W5020

Die in nächster Nähe des Stadtbahnhofs Sutttgart-Bad Cannstatt gelegenen „Schwaben- Lichtspiele", ein Balkon-Theater mit 579 Plätzen, das von seinem Gründer Robert Gaukler gelegentlich auch als Erstaufführungshaus erfolgreich betrieben wurde, ist ab 1. Mai 1966 verpachtet worden. Die neuen Inhaber — und mithin auch Mitglieder des WdF BW — sind: der durch Film und Fernsehen und als Schlagerinterpret bekannt gewordene Münchener Schauspieler Peter Kraus und der für die Centfox-Filiale München tätige Filmvertreter Fritz Wimmer.
Quelle:: Das Filmtheater 1966


Saal 1950 (Bildquelle: Der Neue Film 22/1950)

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